HOME

"Bares für Rares": Verkäufer macht entscheidenden Fehler - dabei wäre noch viel mehr Geld drin gewesen

Ein altes Gemälde steht bei "Bares für Rares" zum Verkauf. Im Händlerraum entwickelt sich ein Bietergefecht - bis der Verkäufer eingreift.

Bares für Rares: Elke Velten-Tönnies, Helmut Schmeel, Walter Lehnertz

"Bares für Rares"-Händlerin Elke Velten-Tönnies überreicht Helmut Schmeel das Geld für sein Gemälde. Walter Lehnertz schaut zu.

ZDF

"Ich bin ein alter Segler und das Motiv gefiel mir sehr gut", sagt Helmut Schmeel aus Bad Frankenhausen. Der 77-Jährige kommt mit einem Gemälde zu "Bares für Rares". Moderator Horst Lichter ist begeistert: "Das strahlt eine unglaubliche Ruhe aus", sagt er über das Kunstwerk, das ein Segelboot zeigt. Da Verkäufer Schmeel nie den richtigen Platz für das Bild fand, stand es jahrelang bei ihm rum. Hat er ein kleines Schätzchen in der Ecke stehen lassen?

"Das Bild ist vom Post-Impressionismus bestimmt", sagt "Bares für Rares"-Experte Colmar Schulte Goltz. Es stamme vom französischen Maler Henri Callot, der ein untypisches Format gewählt habe. Normalerweise seien Marinebilder aus Frankreich im Querformat gemalt worden, dieses Bild sei fast quadratisch. "Dadurch wird die Ruhe des Bildes unterstrichen", sagt der Sachverständige. Die Datierung des Gemäldes sei nicht genau bestimmbar, wahrscheinlich sei es in den 40er Jahren entstanden.

"Bares für Rares"-Experte übertrifft Wunschpreis

1000 Euro hätte Verkäufer Schmeel gerne für sein Bild. Er habe recherchiert und die Gemälde von Callot seien für diesen Preis gehandelt worden. Experte Scholte-Goltz geht sogar noch etwas höher. "Das Bild passt in fast jede Einrichtung", sagt er. Dementsprechend schätzt er den Wert zwischen 1200 und 1500 Euro ein.

Bares für Rares: Moderator Horst Lichter

Auch im Händlerraum kommt das Bild gut an. "Wir sind alle Bootfans", sagt Julian Schmitz-Avila. Christian Vechtel startet mit einem Gebot von 500 Euro, Schmitz-Avila legt mit 700 Euro nach und Elke Velten-Tönnies bietet sogar 1000 Euro. Für Verkäufer Schmeel läuft es. Schnell schießt der Preis nach oben und es kommt zu einem Bietergefecht zwischen Velten-Tönnies und Schmitz-Avila. "Ich biete noch 1800 Euro und dann bin ich raus", sagt die gebürtige Kölnerin. Schmitz-Avila will gerade nachlegen, da grätscht Schmeel dazwischen. "Ich möchte Elke gerne die Hand drücken dafür", sagt er. Für 1800 Euro wechselt das Gemälde den Besitzer. Dabei wäre vielleicht noch mehr drin gewesen.

Doch Verkäufer Schmeel ist trotzdem zufrieden. Immerhin hat er 300 Euro mehr als den Schätzpreis erzielt. Mit dem Geld möchte er eine Reise nach St. Petersburg und Moskau finanzieren.

mai