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ARD-Serie Die vierte Staffel von "Charité" spielt in der Zukunft – kommt Drosten darin vor?

Charité, Drosten
Die dritte Staffel von "Charité (links) spielte in den 60er-Jahren. Die vierte soll in der Zukunft angesiedelt sein - und Christian Drosten könnte darin vorkommen (rechts)
© ARD/Stanislav Honzík/Picture Alliance
Die dritte Staffel der historischen Krankenhausserie "Charité" ist zu Ende, doch eine neue ist schon in Planung. Dieses Mal soll nicht zurück, sondern ins Jahr 2049 geblickt werden. Und angeblich soll der Virologe Christian Drosten darin vorkommen.

Den Zuschauer*innen gefällt's: Über fünf Millionen Menschen schalteten im Schnitt zu den sechs Folgen der neuen Staffel "Charité" ein, in der Mediathek kommen um die acht Millionen Streaming-Abrufe hinzu. Die historische Krankenhausserie ist ein riesiger Erfolg für die ARD. Nach Staffel eins (2017), die in der Zeit des maßgeblich an der Charité geprägten medizinischen Fortschritts Ende des 19. Jahrhunderts spielte, und Staffel zwei (2019), die in der Zeit des Nationalsozialismus angesiedelt war, erzählte die neueste Staffel von berühmten Ärztinnen und Ärzten, die ihre Arbeit zur Zeit des Berliner Mauerbaus (1961) verrichteten. Aber dürfen die Fans auf eine weitere Fortsetzung hoffen, kommt eine vierte Staffel?

Ja, dürfen sie. Das machte Jana Brandt, Fiction-Chefin beim MDR, bereits im November in einem Interview mit dem Medienmagazin "DWDL" deutlich. Mit einer historischen Staffel haben die Planungen allerdings nichts zu tun. "Wir entwickeln keine weitere Staffel über die Vergangenheit und auch keine über die große Pandemie [Corona], in der wir heute stecken", sagte sie. Stattdessen soll in die nahe Zukunft geguckt werden.

Eine "Near Future"-Staffel ist in Planung

"Wir beschäftigen uns intensiv mit der Frage, wie eine vierte Staffel aussehen könnte [...] Wir erlauben uns, in die nahe Zukunft zu springen und auf eine Charité rund um das Jahr 2049 zu blicken", erzählte Brandt. Die ersten Exposés dazu seien in Arbeit, beschlossen sei die Produktion aber noch nicht, wie sie betonte. "Es sind aktuell Überlegungen, wenn auch schon fortgeschrittene", sagt sie über eine "Near Future"-Staffel.

Die "Bild"-Zeitung will sogar wissen, um wen es in der neuen Staffel gehen könnte: Der derzeitige Leiter der Virologie an der Charité, Professor Christian Drosten, werde als Vorlage diskutiert. Drosten ist seit Ausbruch der Corona-Pandemie deutschlandweit bekannt. Eine weitere Inspiration soll die Rettung von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny sein. Er wurde nach einem Gift-Anschlag in der Charité geheilt.

Auf Nachfrage des stern kann die Produktionsfirma UFA Fiction das jedoch noch nicht bestätigen, sie verweisen noch immer auf den Stand vom November. Damals gab Brandt auch schon inhaltliche Hinweise: "Wir wollen ethische Fragen der Medizin thematisieren: Was ist, wenn wir alle zu alt werden? Wenn Krebs geheilt ist? Wo verlaufen dann die großen medizinischen Konflikte? Für uns Laien mag das nach Zukunftsmusik klingen, aber die Forschung hat darauf durchaus schon konkrete Antworten." 

Antworten, die vielleicht auch Christian Drosten geben könnte. Er wäre in der Zukunftsserie 2049 dann 76 Jahre alt.

sst SpotOnNews

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