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"DSDS": Ramon ist der neue "Superstar" – und bekommt von Silbereisen ein merkwürdiges Kompliment

Das Finale von "Deutschland sucht den Superstar" hat einen klaren Sieger: Ramon Roselly ist der Liebling der Zuschauer. Doch in Erinnerung dürfte die Staffel aus anderen Gründen bleiben.

Am Ende konnte sich Ramon Kaselowsky im "DSDS"-Finale gegen seine Konkurrenten durchsetzen

Am Ende konnte sich Ramon Kaselowsky im "DSDS"-Finale gegen seine Konkurrenten durchsetzen

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Am Ende setzte er sich klar durch: Mit über 80 Prozent der Stimmen gewann Ramon Roselly am Samstagabend das Finale der aktuellen Staffel von "Deutschland sucht den Superstar" – und schickte seine Konkurrenten Paulina Wagner, Chiara D'Amico und Joshua Tappe auf die Ränge. Trotz Patzern.

Doch das wichtigste Thema der Staffel war ohnehin nicht der Gesangswettbewerb. Die Staffel wurde gleich zweimal von größeren Ereignissen überschattet.

Leere Ränge wegen Corona und Eklat um Naidoo

Das Größte konnte man trotz geschickter Kamera-Arbeit gut beobachten: Statt vor einem jubelnden Publikum traten die Finalisten vor leeren Rängen auf. Wegen der Corona-Krise waren bei der Liveshow nur die Jury aus Urgestein Dieter Bohlen, dem ehemaligen "DSDS"-Sieger Pietro Lobardi, Tänzerin Oana Nechiti und Florian Silbereisen anwesend.

Letzterer war nur wegen des zweiten großen Themas der Staffel gekommen: Nachdem sein Vorgänger Xavier Naidoo mit wirren Verschwörungs-Theorien aus der weit rechten Ecke aufgefallen war, hatte Haussender RTL ihn lieber mit dem unverfänglichen Schlager-Moderator ersetzt.

Der "DSDS"-Sieger bekommt Lob für Fehler

Im Finale versuchten sich alle Beteiligten davon nichts anmerken zu lassen. Wie gewohnt traten die Sänger in vier Runden gegeneinander an, das Publikum durfte per Telefon abstimmen. Wer sich nun ein Feuerwerk der Gesangskunst erhofft hatte, wurde enttäuscht. Die Auftritte plätscherten im besten Fall dahin. Nachdem zuerst Paulina und dann Joshua wegen zuwenigen Stimmen rausgeflogen waren, trugen am Ende Chiara und Ramon das Finale mit Dieter Bohlens Eigenkomposition "Eine Nacht" aus - und patzten beide fleißig.

Die Jury fand das irgendwie gar nicht so schlimm. Dass Chiara mitten im Lied den Text seiner Schlagerballade vergaß, kommentierte Bohlen mit: "Ich glaube nicht, dass das heute die Schlacht entschieden hat." Auch er habe schon oft den Text vergessen, beschwichtigte Silbereisen. "Das ist menschlich."

Xavier Naidoo

Die Patzer des Siegers Ramon lobte der Neuzugang sogar: Er habe endlich nicht jeden Ton getroffen. "Aber das hat mich gefreut, weil es menschelt." Der Sieger bekommt also Lob fürs Falschsingen.

Whatsapp-Panne bei Silbereisen

Mit einer anderen Aktion hatte Silbereisen sich schon vorher in die Nesseln gesetzt. Als Paulina in der ersten Runde  "Sieben Leben für Dich" trällerte, holte er sich zur Bewertung einen "Telefonjoker" hinzu – und zeigte eine Whatsapp-Nachricht der Original-Sängerin Maite Kelly. Paulina hätte sich super geschlagen, der Song sei auch schwer hieß es da. Doch bei Twitter machten schnell Zweifel an der Aussage die Runde: Neben der Nachricht stand natürlich der Zeitstempel des Empfangs - und der lag zwei Stunden vor der Ausstrahlung. Kelly hätte die Generalprobe geschickt bekommen, versuchte kurz darauf Moderator Alexander Klaws die Situation zu retten. 

So dürfte es nicht wundern, wenn von der Staffel andere Themen in Erinnerung bleiben als die Kandidaten. Bohlen zumindest glaubt, dass Ramon - anders als viele seiner Vorgänger - noch lange als Sternchen am Schlagerhimmel bleiben darf. Er sehe durchaus das Potenzial, dass Ramon auch Howard Carpendale oder Roland Kaiser beerben könne, schwärmte der Poptitan.

Ob man das nun als Kompliment versteht, muss jeder für sich entscheiden.

Quelle: RTL/TVnow, Twitter

mma