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Neue Staffel "DSDS": Die Jagd ist eröffnet

Einen Superstar will die Show finden. Doch weit erfolgreicher ist "DSDS", wenn es darum geht, Kandidaten bloßzustellen. Der Auftakt zur achten Staffel setzt dem menschenverachtenden Treiben von Jury-Dominator Dieter Bohlen die Krone auf.

Ein Kommentar von Jens Maier

Was haben wir im vergangenen Jahr gelacht. Über einen Kandidaten zum Beispiel, der sich in die Hosen gemacht hatte. Dass die Macher von "Deutschland sucht den Superstar" und allen voran Oberjuror Dieter Bohlen sich an der Unfähigkeit von teilweise grenzdebilen Kandidaten aufgeilen, ist nichts Neues. Neu ist allerdings in der achten Staffel, wie unverhohlen dies jetzt zugegeben wird. "Hätte er die kranke Mutter nicht, hätt' ich ihn fertiggemacht, das sag' ich dir", sagte Bohlen zum Auftakt der RTL-Show über einen Casting-Teilnehmer mit einer krebskranken Mutter.

Der Satz entlarvt wie keiner zuvor, worum es in der Sendung geht. Nämlich nicht um das Finden eines Superstars. Das scheint der Sender schon vor Jahren wegen Erfolglosigkeit aufgegeben zu haben. Das Konzept der Show lautet stattdessen: Leute fertig machen. Die Häme der Jury wird gewürzt mit infantilen Späßchen der RTL-Redakteure, die Kandidaten mit Einblendung von Comicfröschen und Tricküberblendungen ins Lächerliche ziehen. Beispiel gefällig? Eine Teilnehmerin, die offenbar absichtlich nicht von den Make-up-Spezialisten des Senders betreut wurde und laut Dieter Bohlen "glänzt wie eine Speckschwarte", wird per Trick ein Kosmetikschwamm übers Gesicht gefahren, der sie scheinbar blank poliert.

Doch da sich auch diese Witzchen in der achten Staffel abnutzen, greift RTL jetzt noch tiefer in die Trickkiste der TV- Perversitäten. In der untersten Schublade haben die Kölner die Mitleidstour ausgegraben. Da offenbar kein krebskranker Kandidat auffindbar war, musste am Samstag eben eine krebskranke Mutter her. Die war natürlich davon überzeugt, dass ihr Sohn der neue Superstar werden würde und somit endlich mal weg käme von ihr. Der Zuschauer ahnte schon beim Anblick des Sohnes, was kommen würde: Der Junior war zum Abschuss freigegeben. Aber natürlich hielt sich Bohlen wegen der krebskranken Mutter zurück (bis sein geflüstertes Statement ihn entlarvte) - schließlich hatten die Zuschauer zuhause ja schon die Taschentücher gezückt.

Das ganze erinnert ein bisschen an Treibjagden. Und das Erschreckendste ist, mit welchem Erfolg der Sender die asoziale Melange zusammenrührt. 7,5 Millionen Zuschauer verfolgten den Start und bescherten der achten DSDS -Staffel die höchste Auftakt-Quote von allen.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.