Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor
Gefeiert und belächelt: Was steckt hinter der altmodischen Fassade von CDU-Talent Philipp Amthor?

  • von Maximilian Haase
CDU-Politiker Philipp Amthor gilt als eines der größte Talente seiner Partei. Doch während die einen ihn lieben, wird er von anderen wegen seines altertümlichen Stils belächelt.
CDU-Politiker Philipp Amthor gilt als eines der größte Talente seiner Partei. Doch während die einen ihn lieben, wird er von anderen wegen seines altertümlichen Stils belächelt.
© 2026 Getty Images/Thomas Niedermueller
Philipp Amthor wird von den einen wegen seines altmodischen Auftretens geliebt, andere machen sich darüber lustig. Doch wie tickt der junge Politiker wirklich? Markus Feldenkirchen hat Amthor mehrere Monate begleitet und daraus für die ARD ein vielschichtiges Porträt geschaffen.

Sei es der Anzug mit Einstecktuch und Deutschlandpin, sei es seine eigentümlich anmutende Ausdrucksweise oder einfach die klassisch konservative Attitüde: Philipp Amthor wirkt auf viele wie aus der Zeit gefallen. Seit seinem Einzug in den Bundestag mit gerade einmal 24 Jahren bietet der junge CDU-Politiker mit seiner altmodischen Art Anlass für Diskussionen und Projektionen. Während die einen ihn als kultigen Hoffnungsträger der Union feiern, blicken andere mit Spott auf seine Art und sein Auftreten. Eines steht fest: Der Mann ist bekannt. Und entziehen kann man sich dem Politiker aus Mecklenburg-Vorpommern kaum. Doch wie tickt Philipp Amthor eigentlich abseits der Klischees? Markus Feldenkirchen hat ihn für seine prämierte "Konfrontation"-Reihe im Ersten begleitet und porträtiert.

In der Union legte Amthor in jungen Jahren eine eindrückliche Karriere hin: Seit 2017 sitzt er im Bundestag, seit 2025 fungiert er als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung. Selbstverständlich ist das nicht: Wenige Jahre zuvor hätte ihn eine Lobbyismus-Affäre fast seine Laufbahn gekostet.

Heute, so zeigt es der Film von Markus Feldenkirchen und Philip Exner auf, gilt Amthor als erfolgreichster Nachwuchsstar der CDU und politischer Influencer mit enormer Reichweite bei jungen Menschen. Dass er auf der Straße erkannt, angesprochen und nach Selfies gefragt wird, ist Alltag für den 33-Jährigen. Doch es gibt die andere Seite der Medaille: Der Häme gegen ihn begegnet Amthor mit selbstironischer Schlagfertigkeit.

Wie sehr bedient Amthor das Bild von ihm?

Mehrere Monate lang begleitete Markus Feldenkirchen den ehrgeizigen Jungpolitiker, in dem manche Beobachter schon einen zukünftigen Bundeskanzler sehen, Der Film zeigt Amthor bei seiner Arbeit im Berliner Ministerium und im Landtagswahlkampf, in seiner nordostdeutschen Heimat und in seinem Alltag abseits der Politik. Zu Wort kommen in Interviews aber auch Freunde, Wegbegleiter und politische Gegner. Es scheint, als habe jeder eine Meinung zu dem Politiker, der als eines der größten Talente der CDU gilt.

Feldenkirchen nähert sich Amthor aus verschiedenen Blickwinkeln: Welche Agenda verfolgt er abseits seines Auftretens eigentlich inhaltlich, gerade mit Blick auf die von ihm angestrebte Modernisierung des Staates? Welcher Mensch, welche Privatperson steckt hinter dem Politiker und seinem einzigartigen Stil? Und wie sehr bedient und forciert Amthor letztlich jenes Bild des eigentümlichen Alten, das von ihm immer wieder gezeichnet wird? Am Schluss der Doku darf der Porträtierte – gewohnt schlagfertig – auf die Erkenntnisse reagieren, die Feldenkirchen bei seinen Recherchen und Beobachtungen gewonnen hat.

Konfrontation: Markus Feldenkirchen trifft Philipp Amthor – Mo. 20.04. – ARD: 22.50 Uhr

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