Sie sind für viele das "heißeste" Leinwand-Paar, das Hollywood momentan zu bieten hat – und das in einer Geschichte, die im Original bereits 179 Jahre alt ist: Margot Robbie und Jacob Elordi. Kaum eine Kritik, die nicht auf das besondere Knistern zwischen den beiden Stars in "Wuthering Heights – Sturmhöhe" hinweist. Wobei da, dass wissen Kenner der literarischen Vorlage, natürlich noch viel mehr ist. Liebe, Obsession, Wut, Rache, Versöhnung – mehr Drama geht kaum. Nun erscheint der Film der Oscar-Preisträgerin Emerald Fennell ("Promising Young Woman") ebenso wie der Tierhorror-Streifen "Primate" und die Albert-Camus-Adaption "Der Fremde" auf DVD und Blu-ray.
"Wuthering Heights – Sturmhöhe" (VÖ: 14. Mai)
Die britische Schriftstellerin Emily Brontë (1818 bis 1848) veröffentlichte im Lauf ihres recht kurzen Lebens nur diesen einen Roman (und das unter dem Pseudonym Ellis Bell): Die Larger-than-Life-Tragödie "Wuthering Heights" (1847) fand damals wenig Anklang im viktorianischen England, gilt heute aber als "Klassiker" der britischen Literatur. Zwischen dem Stroh einfacher Gutshöfe und hochherrschaftlichen Anwesen irgendwo in Yorkshire arbeitet der Roman sich durch drei Generationen und deren komplizierte Beziehungen. Im Fokus steht vor allem die Amour fou zwischen Catherine (Margot Robbie) und ihrem Adoptivbruder Heathcliff (Jacob Elordi), der einst als Waisenjunge von der Familie Earnshaw aufgenommen wurde. Margot Robbie ("Barbie") gehört schon seit Jahren zur A-Prominenz im internationalen Filmgeschäft, und nach Einschätzung vieler Expertinnen und Experten dürfte auch Jacob Elordi mit dem opulent ausgestatteten Drama "Wuthering Heights – Sturmhöhe" endgültig zum Superstar aufsteigen, nachdem er sich zuletzt bereits über seine erste Oscarnominierung ("Frankenstein", bester Nebendarsteller) freuen konnte.
Preis DVD: circa 14 Euro
US/GB, 2026, Regie: Emerald Fennell, Laufzeit: 131 Minuten
"Primate" (VÖ: 8. Mai)
Es sind nur geringfügige Abweichungen in der DNS, die sie und uns trennen. Aber Affen und Menschen sind trotzdem nicht dafür gemacht, zusammenzuleben. In der realen Welt kam es dort, wo Menschen ihre Wohnung doch mit Primaten teilen, schon oft zu grauenhaften Zwischenfällen. Das Kino fantasierte auch schon mehrfach davon, wie die Sache schiefgehen kann. Mit "Primate" erscheint jetzt wieder einmal echter Affen-Terror auf DVD und Blu-ray. Ein paar junge Studentinnen verbringen die Ferien vor tropischer Traumkulisse, dann holt Gastgeberin Lucy (Johnny Sequoyah) den Schimpansen Ben ins Zimmer. Ihre Freundinnen sind sofort ganz hin und weg von Ben, der ein T-Shirt trägt und über ein Tablet kommunizieren kann. Lucy erzählt, ihre Mutter habe Ben einst das Leben gerettet, seitdem gehöre der Affe zur Familie. Familie – da ereignen sich manchmal ja die schlimmsten Tragödien. So auch in "Primate", einem neuen US-amerikanischen Tierhorrorfilm mit schönen jungen Menschen, die ein durchgedrehter Haustier-Affe bald einen nach dem anderen böse durch die Mangel dreht. Es ist ein scheinbar übermächtiger Gegner, viel kräftiger als jeder noch so starke Mensch und verdammt clever.
Preis DVD: circa 15 Euro
US, 2025, Regie: Johannes Roberts, Laufzeit: 85 Minuten
"Der Fremde" (VÖ: 15. Mai)
1967 gab es schon einmal eine Verfilmung von "Der Fremde", damals führte Luchino Visconti Regie – einer der größten Filmemacher der europäischen Geschichte, gerade groß genug für diesen anspruchsvollen Stoff von Camus. Die Neuverfilmung ist – klassisches französisches Kulturkino – in Schwarzweiß gehalten und dicht an der literarischen Vorlage. Schauplatz ist Algiers in den späten 1930er-Jahren (gedreht wurde allerdings im marokkanischen Tanger), wo Meursault (Benjamin Voisin) seine Mutter beerdigt. Der Tod der vermeintlich wichtigsten Person in seinem Leben lässt ihn allem Anschein nach völlig kalt, dieser Kerl tickt einfach ganz anders als "normale" Menschen. Ein Mann, der wahrhaft "fremd" ist in der Welt. Das tritt umso deutlicher zutage, als Meursault nach einem schicksalhaften Zwischenfall vor Gericht landet. Für die Hauptrolle besetzte Regisseur François Ozon den 29-jährigen Benjamin Voisin, mit dem er auch schon bei der Romanverfilmung "Sommer 85" (2020) arbeitete. Voisin verdiente sich damals eine César-Nominierung als bester Nachwuchsdarsteller. Weitere tragende Rollen in "Der Fremde" spielen Rebecca Marder (als Marie Cardona) und Pierre Lottin (als Raymond Sintès).
Preis DVD: circa 15 Euro
FR, 2025, Regie: François Ozon, Laufzeit: 118 Minuten