In Salzburg gehen selbst Hoteliers auf die Barrikaden. Der Millionenstrom der Touristen wird ihnen zu viel, obwohl sie ja von den Touristen leben. 150 Millionen Erholungssuchende wurden 2025 in Österreich gezählt. An den Hotspots wie Salzburg oder am Hallstätter See wird es eng. So eng, dass die Einheimischen unter dem Ansturm leiden und sich wie sonst nur Venedig oder Mallorca dagegen rüsten. Karl Kern (ORF) hat für den Film "Wo uns Touristen niederrennen – Übertourismus in Österreich" die Hotspots von Hallstatt bis hin zu instagramtauglichen Hängebrücken und an sich verwunschenen Gebirgsseen besucht.
Die Gemeinde Hallstatt in Oberösterreich wird in der Hochsaison von 10.000 Menschen täglich besucht, was den 750 Einwohnern beträchtlich zu schaffen macht. Auslöser des Instagram-Ansturms soll ein Nachbau der örtlichen Szenerie in China und eine Erfolgs-TV-Serie in Korea gewesen sein. Städte wie Wien und Salzburg überlegen, es womöglich Orten wie Venedig gleichzutun, sprich einen Obolus für die Besichtigung zu erheben oder Zeitslots einzurichten.
Aber auch dort, wo eigentlich Ruhe und Frieden herrschen, an verwunschenen Bergseen oder in versteckten Schluchten, ist nicht zuletzt wegen deren Kameratauglichkeit Hektik eingekehrt. Die Einheimischen leiden unter Lärm, Abgasen und Abfallbergen. Wie können sie Abhilfe leisten?
Wo uns Touristen niederrennen – Übertourismus in Österreich – Mi. 03.06. – 3sat: 21.00 Uhr