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Interview

"Let's Dance"-Juror Jorge González: "Bei Niels Ruf tue ich einfach so, als hätte ich ihn nicht verstanden"

Ein Kandidat pöbelt, eine andere möchte am liebsten gar nicht vor die Kamera, dazwischen beeindruckende Tanzdarbietungen: "Let's Dance" ist zurück und damit auch Juror Jorge González. Dem stern schildert der Kubaner seine Eindrücke von der Show.

Jorge Gonzalez

Jorge González ist seit vier Staffeln bei "Let's Dance" dabei.

Was für ein Auftakt: Schon die erste Folge der neuen Staffel von "Let's Dance" sorgte am vergangenen Freitag für Wirbel. Da war zum einen Kandidat Niels Ruf, der beim Showspektakel partout nicht nach den Regeln spielen wollte, Sylvie Meis anbaggerte und sich ausgerechnet am Vorabend mit Atze Schröder in einer Bar schlägerte. Zitat Ruf: "Ganz schön ruppiger Tanzpartner!" Dann kam Hollywood-Star Nastassja Kinski, die vor der Kamera so erschrocken und verloren wirkte, das selbst der sonst so strenge Juror Joachim Llambi für sie die Samthandschuhe auspackte. Dazwischen sorgte GZSZ-Sternchen Eric Stehfest mit einem sexy Cha-Cha-Cha überraschend für Schnappatmung und Michael Wendler mit peinlichem Kamera-Geheische für Fremdscham-Momente. Mittendrin: Jury-Mitglied Jorge González, der den Wahnsinn der RTL-Show nun schon seit vier Staffeln kennt. Dem stern erzählt er, wie er den Auftaktabend erlebte.

Herr González, wie haben Sie denn den Auftritt von Niels Ruf empfunden?

Niels Ruf hat eine große Klappe, das ist eben sein Stil. Ich sage immer: Hunde, die bellen, beißen nicht. Ich habe erwartet, dass er frech ist, das gehört zu ihm. 

Joachim Llambi nannte Rufs Verhalten respektlos. Sehen Sie das auch so?

Respektlos fand ich ihn nicht. Aber ich tue einfach so, als habe ich ihn nicht ganz verstanden, damit er bei mir nicht so viel Platz zur Selbstdarstellung bekommt. Er sollte sich aufs Tanzen konzentrieren, dann wäre er auch besser. Hinterher hab ich ihm gesagt, dass er Gas geben muss.

Was sollte ein guter "Let's Dance"-Kandidat Ihrer Meinung nach mitbringen?

Ein guter Kandidat muss unbedingt die Lust zum Tanzen mitbringen. Die Stars können alle beweisen, dass sie noch besser sein können. Es ist eine Leistung, die man bringen muss, mit Glamour. Und da hilft eine sehr deutsche Eigenschaft, nämlich der Fleiß. Harte Disziplin ist wichtig. Und niemals vergessen: Sie müssen mit dem Herzen tanzen! Das Publikum kriegt diese positive Energie mit.

Was ist mit Nastassja Kinski, ist sie für die Show geeignet?

Nastassja Kinski ist eine sehr verschlossene Person. Aber vielleicht kokettiert sie auch ein wenig mit ihrer Schüchternheit und die anderen denken nur, sie sei so zerbrechlich. Ich habe sie als einziger direkt angesprochen: Hey Chica! Als ich ihr gesagt habe, dass sie an ihrer Körperhaltung arbeiten muss, stand sie gleich ganz anders da. Sie hat sich gut bewegt, getanzt wie eine Elfe, etwas verträumt - aber mir hat das gefallen, auch, wenn es wackelig war. Ich glaube, sie genießt das.

Waren Sie insgesamt zufrieden mit dem Auftakt?

Die erste Folge war eine große Überraschung für mich. Einige waren sehr gut. Besonders drei Cha-Cha-Chas waren toll: Eric Stehfest hat wie ein Profi getanzt, harmonisch, rhythmisch, sexy. Jana Pallaske war wahnsinnig gut, die hat ganz selbstverständlich getanzt, als wäre sie auf einem Catwalk. Und Victoria Swarowski hat mich auch umgehauen, sie hat Talent.