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"Let's Dance" Cindy, oh Cindy - wegen ihr musste Laura Müller einpacken

Sehen Sie im Video: "Let's Dance"-Aus für Laura Müller – so reagieren Nutzer auf Twitter.
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Die Reihen lichten sich beim großen Tanz-Marathon auf RTL: Im Achtelfinale von "Let's Dance" blieb das nächste Paar auf der Strecke. Wer jedoch geglaubt hatte, dass es nun endlich Ilka Bessin erwischt, sah sich getäuscht.
Von Ingo Scheel

Die erste Erkenntnis des Abends: Moderator Daniel Hartwich wartet brav, bis die Friseure am Montag wieder öffnen - und das ist einfach wunderbar. Vom richtigen Kamerawinkel aus betrachtet, so von halbrechts unten, sieht der Mann im mausgrauen Anzug mittlerweile aus wie The Cures Robert Smith in seinen besten Tagen. Toupiert, besprüht, das Haupthaar so dicht wie ein Ako Pads. Ganz groß. Nicht das einzige Mal, dass ein Kopf, oder besser gesagt, das was oben drauf ist, beim "Let's Dance"-Achtelfinale im Fokus stand.

Nach dem dubiosen Doppeldutt der Vorwoche hatte sich Jorge González diesmal im Bürobedarfsladen seines Vertrauens bedient und aus zig Büroklammern eine Art güldene Badehauben-Installation gebastelt, oder wie Daniel Hartwich es ausdrückte: das Home Office auf dem Kopf. Auch der schillernde Spezialgast der gestrigen Ausgabe hat von Haus aus die Haare schön, Olli Pocher, bei der letzten Staffel immerhin Siebtplatzierter der Gesamtwertung, feierte sein Comeback als Enrico, der so lange geheimgehaltene Freund von Cindy aus Marzahn.

Ilka Bessin kehrt bei "Let's Dance" als Cindy aus Marzahn zurück

Allein bei diesem Namen mag mancher mit freudigem Schrecken aus der Jogginghose fahren und in der Tat: Ilka Bessin gönnte ihrem so erfolgreichen Alter Ego tatsächlich nochmal eine Ehrenrunde. Als ihr ganz persönlicher "Magic Moment", so das Motto des Achtelfinales, vertanzte La Bessin zusammen mit Partner Erich Klann – ergänzt durch Enrico/Pocher als ausdruckstanzendem Proll mit Feinripp über der ansehnlichen Plauze und superber Vokuhila-Frise – noch einmal im Outfit ihres wortstarken, zweiten Comedy-Ichs. Vielleicht der Knackpunkt, der im Finish die entscheidenden Punkte einbrachte.

Am Tanz selbst kann es jedenfalls – wie ja eigentlich schon die gesamte Staffel über – nicht gelegen haben. Motsi fand den Walzer zwar emotional und Jorge ihn zumindest gut präsentiert, am Ende gab es für die beiden jedoch nur 11 Punkte, darin immerhin ein Punkt von Joachim Llambi enthalten. Diesem Ergebnis hatte der Rest des Teilnehmerfelds durchweg diverse Klassenunterschiede entgegenzusetzen. Laura Müller (Magic Moment: der Antrag vom Wendler) und Christian Polanc freestylten sich durch "das schönste Gefühl überhaupt", die Liebe. Dem Llambinator fehlte zwar die Geschmeidigkeit, die anderen zwei Drittel der Jury waren jedoch wohlwollender, in Summe ergab das solide 22 Punkte.

Ilka Bessin stand bei "Let's Dance" noch einmal als Cindy aus Marzahn auf der Bühne. Ihr Tanzpartner im Unterhemd: Oliver Pocher
Ilka Bessin stand bei "Let's Dance" noch einmal als Cindy aus Marzahn auf der Bühne. Ihr Tanzpartner im Unterhemd: Oliver Pocher
© MG RTL D

Drei Zähler mehr heimsten Luca Hänni und Christina Luft ein. Hänni hatte sich mit Edding ein paar Gemeinheiten auf den durchtrainierten Körper gekritzelt, die beiden tanzten seinen magischen Moment nach, den Weg vom Maurer in den Mainstream-Pop, vorbei an allen Kritikern und Neidern. Zum Sound von "Eye Of The Tiger", überhaupt war die Musikauswahl nicht so schmerzauslösend wie zuletzt, hotteten sich schließlich Moritz Hans und Renate Lusin ans obere Ende des Punktetableaus. Jorge stammelte begeisterte etwas von "Rambo", meinte aber wohl tatsächlich den Rocky, Llambi gab den Daumen hoch und Motsi bekundete Gänsehaut-Alarm. Der Lohn für die fröhliche Frohn: 27 Punkte.

Tijan Nie widmete den Tanz zusammen mit Partnerin Kathrin seiner geliebten Frau Mama, ein tränenintensiver Groover, das Resultat. "Emotionaler Wahnsinn" (González), "schluchz, seufz" (Mabuse), "emotional ja, Magic ja, aber mehr Personality bitte" (Llambi), das Fazit, in Zahlen: 27 Punkte. Getoppt wurde das alles wieder einmal von Lili und Massimo, die sich den Roncalli-Faktor zunutze machten und ein in Laserlicht getunktes Akrobratik-Feuerwerk durch sechs verschiedene Tanzstile auf den Tanzboden brachten und durch die Bank Höchstnoten einheimsen konnte.

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Als Extra-Track gab es diesmal die Tanzduelle, einen Head-to-Head-Vergleich im Synchronschwofen. Da flamencoisierten sich Team Luca und Team Moritz förmlich in einen Rausch und sahnten tatsächlich jeweils 30 Punkte ab. Ein paar weniger gab es für das Duell zwischen Team Bessin und Team Müller, deren Bollywood-Bravado knallebunt und kurzweilig geriet und immerhin 24 Punkte für Laura/Christian, nur 16 dagegen für Ilka/Erich ergaben. Ein weiteres Mal das Maximum, also insgesamt 60 Punkte, holten Lili/Massimo und Tijan/Kathrin mit ihrer überaus drahtigen Streetdance-Schaffe zu Run DMCs "It's Tricky".

Es hat sich ausgemüllert

Wäre es nun am Ende des letzten Tanzes nach dem Tableau gegangen, dann hätte Ilka ihr Köfferchen samt rosa Joggingklamotte packen können. Aber wie schon in den gesamten Wochen zuvor, zeigte sich auch diesmal die Bessin-Posse an den Wahlomaten als überaus loyal und so hatte es sich schlussendlich ausgemüllert. Laura kehrt heim zum Wendler. Das Viertelfinale in der kommenden Woche dann vor der Röhre bei Flips, Fanta und der neuen Nasen des Gatten in spe.


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