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Die Norwegerin mit den Visionen: Das Geheimnis der Trude aus dem "Tatort"

Gleich mit ihrer ersten Rolle im deutschen TV hat Lise Risom Olsen einen Volltreffer gelandet: Als Seherin Trude begeisterte die Norwegerin im Berliner "Tatort". Glaubt sie selbst an Übersinnliches?

Fast zehn Millionen Zuschauer sahen am Sonntagabend, wie die Norwegerin Lise Risom Olsen ihr Debüt im deutschen Fernsehen gab - und was für eines. Als Psychologiestudentin Trude, die seherische Fähigkeiten hat, sorgte sie im Berliner "Tatort" für Gänsehaut.

"Es ist super für mich, in Deutschland so einen Film machen zu können. Aber es macht mich auch etwas nervös, ich will die Leute nicht enttäuschen", sagte Olsen der ARD vor der Ausstrahlung des "Tatorts". Das hat sie den Twitter-Reaktionen nach zu urteilen zum Glück nicht:

Die 33-Jährige ist an der Grenze zu Schweden aufgewachsen, hat in den USA Schauspielunterricht genommen und lebt seit einem Jahr in Berlin, wo sie Deutsch lernt. "Ich mag die Stadt sehr und fühle mich inzwischen mehr und mehr zu Hause - vor allem, seitdem ich in der Sprache viel sicherer geworden bin", erzählt Olsen.

"Ich habe versucht, es normal zu machen"

Ihre erste deutsche Rolle faszinierte nun die deutschen Zuschauer. "Sie hat einen Blick, als würde sie in mich hineinschauen", sagt im "Tatort" eine Nebenrolle über Olsens Trude. Tatsächlich gelang es der Norwegerin, die Rolle der Seherin vielschichtig und glaubhaft darzustellen. Aber glaubt Olsen selbst an Vorahnungen? "Ich finde Trude auch nicht normal, aber für sie ist die Gabe normal und deshalb habe ich versucht, es normal zu machen", sagt Olsen. Als Schauspielerin hat sie deshalb nach einer logischen Erklärung gesucht: Sie habe sich vorgestellt, dass Trude eine Art kombinatorischen Instinkt hat, den sie dank einer außergewöhnlichen Beobachtungsgabe zum Lesen von Menschen und Situationen nutzt.

Die echte Trude geht also ganz rational an übersinnliche Phänomene ran. Aber genau wie die Charaktere im "Tatort" will auch Lise Risom Olsen sich auf andere Sichtweisen einlassen. "Ich glaube, es ist ganz menschlich, alles erklären zu wollen. Persönlich schließe ich nichts aus, die Welt ist einfach ganz fantastisch", sagt sie.

sst
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