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"A Christmas Prince": Netflix lästert über eigenen Weihnachtsfilm

So schlecht, dass er schon fast wieder gut ist: Der Weihnachtsfilm "A Christmas Prince" bedient schamlos alle Klischees. Via Twitter machte sich jetzt Netflix selbst über den Streifen lustig - und über dessen Zuschauer. Das kam nicht bei allen gut an.

A Christmas Prince

Die Schauspieler Rose McIver und Ben Lamb in der Netflix-Weihnachtsromanze "A Christmas Prince".

In den USA ist es ein eigenes Genre: Romantische Filme, die an Weihnachten spielen und mit Klischees beladen sind. Der Grußkarten-Hersteller Hallmark oder der Kabelsender Lifetime füllen ganze TV-Sender mit solchen Inhalten. Mit der Eigenproduktion "A Christmas Prince" hat auch Netflix dieses Jahr einen typischen Weihnachtsstreifen ins Programm aufgenommen. Der Film hat einfach alles: Hier ein bisschen "Stolz und Vorurteil", dort ein Schuss "Plötzlich Prinzessin", gemixt mit "Der kleine Lord" und sämtlichen Rosamunde-Pilcher-Romanzen. Plus eine Journalistin, die Carrie Bradshaw aus "Sex and the City" wie die nächste Nannen-Preisträgerin aussehen lässt. Das allgemeine Urteil auf Twitter lautete: Der Quatsch ist so schlecht, dass es schon fast wieder gut ist.



Und offenbar weiß das auch Netflix ganz genau. Der Streaming-Dienst lästerte auf Twitter über die Beliebtheit der Schmonzette. "An die 53 Leute, die 'A Christmas Prince' in den letzten 18 Tagen täglich angeschaut haben: Wer hat euch etwas getan?", hieß es auf dem amerikanischen Account.

Welche Daten wertet Netflix aus?

Eine harmlose Stichelei, die dem Humor auf Twitter entspricht. Eigentlich. Denn das sehen nicht alle User so. Viele beschwerten sich darüber, dass Netflix überhaupt solche Daten über seine Abonnenten erhebt - und sie dann gegen sie verwendet.



Der Streaming-Dienst ist berüchtigt dafür, seine Daten unter Verschluss zu halten, auch Journalisten bekommen keinen Einblick in die Abruf- und Abonnenten-Zahlen. Dass Netflix diese natürlich trotzdem erhebt, aber nicht sagt, was damit geschieht,  sehen viele Beobachter kritisch.

Netflix bestätigte übrigens, dass die Zahl für "A Christmas Prince" stimme. Aber ob das wirklich Super-Fans waren? Twitter hatte dafür eine andere Erklärung parat: "Wetten, dass das die Abrufe von Ladenbesitzern sind, die den Film für ihre Kunden täglich laufen lassen?", hieß es dort.

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