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Serien-Aus für "Desperate Housewives": Die Hausfrauen werfen ihre Schürzen hin

Nun ist es definitiv: Die US-Erfolgsserie "Desperate Housewives" läuft aus. 2012 flimmern die letzten Folgen über den Bildschirm. Die Sendung hatte zuletzt in den USA stark an Zuschauern verloren.

Die Gerüchteküche hat lange gebrodelt, nun ist es offiziell: Die Kultserie "Desperate Housewives" aus den USA läuft in den USA nur noch bis Mai 2012. Überraschend kündigte der Erfinder der TV-Serie, Marc Cherry, an, dass nach der anstehenden achten Staffel keine neunte mehr gedreht wird.

"Ich möchte aussteigen, solange uns der Sender ABC als eine lukrative Show sieht, die gute Quoten bringt", sagte Cherry, der Erfinder der Serie, wie ABC berichtet. "Schwieriger als eine Spitzenshow zu kreieren, ist zu wissen, wann man aufhören muss." Der 49-jährige US-amerikanische Autor und Produzent habe es der Besetzung bereits am Freitag mitgeteilt. "Sie wussten, dass ein Ende möglich ist. Es war kein so großer Schock", sagte Cherry. Er habe die Nachricht der Hälfte des Casts persönlich überbracht.

Die vier alteingesessenen Hauptdarstellerinnen Teri Hatcher, Felicity Huffman, Marcia Cross, Eva Longoria sowie Neuzugang Vanessa Williams hatten sich "schockiert und sehr traurig" gezeigt, wie US-Medien berichteten.

Quoten gut, aber rückläufig

Die Quoten liegen mit 12 Millionen Zuschauern in den USA und 120 Millionen weltweit zwar auf einem guten Niveau, sind aber im Vergleich zum Serienstart im Jahr 2004 in den USA um die Hälfte eingebrochen. Wie das Magazin "Hollywood Reporter.com" berichtet, schauten 2011 nur noch zwölf Millionen US-Zuschauer die gerade beendete siebte Staffel. In Deutschland verfolgten im Schnitt 2,2 Millionen Zuschauer die Serie. Die erste Staffel hatten noch 3,6 Millionen Zuschauer verfolgt.

Die achte Staffel startet im US-Fernsehen am 25. September. In knapp zwei Wochen, am 24. August, geht es in Deutschland erst noch mit dem zweiten Teil der siebten Staffel auf Pro Sieben weiter.

"Desperate Housewives" war laut "quotenmeter.de" von 2006 bis 2010 die meistgesehenste Serie der Welt. Die Sendung gewann zahlreiche Preise - darunter den Golden Globe und den Emmy. Im vergangenen Jahr sorgten die verzweifelten Hausfrauen jedoch zunehmend für Negativschlagzeilen abseits der Flimmerkiste: Streit am Set, horrende Gehaltsforderungen sowie eine Klage von Nicollette Sheridan gegen die Produktionsfirma wegen Körperverletzung hatten den Erfolg der Serie überschattet.

ami