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"Sing meinen Song" "Meine Eier sind größer als deine": Keine Tränen bei The BossHoss

In der aktuellen Folge von "Sing meinen Song" stand die Musik von The BossHoss im Mittelpunkt
Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss hörten in der aktuellen Folge von "Sing meinen Song" neue Interpretationen ihrer Musik
© VOX / Markus Hertrich
Party statt Tränen: Bei den Songs der Country-Rocker von The BossHoss blieb die "Sing meinen Song"-Runde ungewohnt unemotional. An den Texten der Cowboys konnte es nicht liegen, fand Mark Forster. Oder doch?

Moment - irgendwas fehlt doch? In der aktuellen Folge flossen bei "Sing meinen Song" tatsächlich kein einziges Mal Tränen. Wo sich die Musiker sonst mehrmals die Stunde mit feuchten Augen in den Armen liegen, gab es diese Woche reines Mitklatschen und Blödeleien. Ob's am simplen Country-Rock von The BossHoss lag, deren Songs im Zentrum standen? Die Cowboys stellten ihre Mitstreiter jedenfalls vor eine Herausforderung. Oder wie es Stefanie Kloß ausdrückte: "Die BossHoss-Platten stehen bei Silbermond nicht im Regal."

Groß wurde die Band mit witzigen Country-Versionen von Pophits wie "Hey Ya" oder Songs von Britney Spears. Mittlerweile schreiben Sascha Vollmer und Alec Völkel ihre Alben selbst und betonten in der Show, dass es ihnen durchaus wichtig sei, auch als Musiker und Songschreiber wahrgenommen zu werden. Das klappte bei den Kollegen auch ganz gut, Mark Forster sprach sogar von einer "ungeahnten Tiefe", die er in den Texten der Band entdeckt habe. Er übersetzte den Song "A Cowboy's Work is Never Done" ins Deutsche und sang dann Sätze wie "Meine Eier sind größer als deine". "Eigentlich hab ich es übersetzt, um die beiden ein bisschen zu verarschen, aber dann hab ich gemerkt: Das macht alles total Sinn", fand Forster. 

"Wir wissen, dass wir Klischees bedienen!"

Fast scheint es, als habe er sich kurz vorher doch nicht getraut, sich mit den diesjährigen Gastgebern anzulegen. In der vergangenen Staffel hatte Samy Deluxe in seinem Rap immerhin noch frech gefragt: "Jungs, worüber redet ihr?" und "Ist Scooter euer Ghostwriter?" Dabei gehen BossHoss cool und souverän mit Kritik um, gaben auch am Dienstag zu: "Wir wissen, dass es sich bei uns um Klischees handelt, die wir aber bewusst stretchen."

Die meisten "Sing meinen Song"-Teilnehmer entschieden sich für rockige Varianten der Cowboy-Songs, einzig Lena Meyer-Landrut gelang es, einem Song Gefühl einzuhauchen. Ihr Cover von "Break Free" kam gut an. Meyer-Landrut dazu cool: "Ich hab es eingelenat!" Der Preis für den Song des Abends ging deshalb an sie - und an Stefanie Kloß. Denn mit ihr "hatten wir früher ein spezielles Verhältnis, umso schöner, dass wir uns hier füreinander begeistern können", deutete Völkel eine Fehde an. Leider ging er nicht näher darauf ein - sonst hätte es womöglich doch noch Tränen gegeben?

Lena in Oslo
sst

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