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"Tatort" aus München: Wirrköpfe in der Walachei: Ein "Tatort" über Reichsbürger

Ein Leichenfund bringt die Münchner "Tatort"-Kommissare Batic und Leitmayr in die niederbayrische Provinz. Hier hat sich eine Gruppe von Reichsbürgern breitgemacht - und torpediert die Ermittlungen, wo es nur geht.

"Tatort" aus München

Szene aus dem "Tatort": Die Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl, l.) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) streiten sich über den richtigen Umgang mit den Freiländern. 

ARD
  • 3 von 5 Punkten
  • Relevantes Thema, tolle Schauplätze - dieser "Tatort" macht vieles richtig. Doch leider ist dieser Fall äußerst spannungsarm erzählt. Unterwegs auf einer der vielen gezeigten Dorfstraßen geht der Geschichte die Luft aus.

Worum geht's?

Ein junger Mann wird tot in der Badewanne seiner Mutter aufgefunden. Alles deutet auf einen Suizid hin. Doch weil das Messer fehlt, mit dem die Pulsadern aufgeschnitten wurden, gehen die Münchner Kommissare Franz Leitmayr (Udo Wachtveitl) und Ivo Batic (Miroslav Nemec) von Mord aus. Gemeinsam fahren sie in das drei Autostunden entfernte niederbayrische Nest Traitach. Dort lebte der Tote zuletzt als Mitglied einer Gruppe von Reichsbürgern, die sich "Freiländer" nennen und auf ihrem Grundstück einen eigenen Staat errichten wollen. Bei ihren Ermittlungen werden sie von den Reichsbürgern schikaniert, und auch die örtliche Polizei ist ihnen keine Hilfe.

Warum lohnt sich dieser "Tatort"?

"Wollen Sie mir helfen, eine neue Welt zu schaffen?", fragt Ludwig Schneider (Andreas Döhler), der charismatische Anführer der Reichsbürger, die Dorfbewohner von Traitach. Und erstaunlich viele wollen. Denn der in der niederbayrischen Peripherie gelegene Ort verkommt. Arbeit gibt es hier nicht, wer jung ist, zieht in die Stadt. In dieses Vakuum stoßen die "Freiländer" mit ihren Vereinfachungen und Lügen von der BRD GmbH, bei der angeblich alle Staatsbürger angestellt sind.

Doch wie soll man mit diesen Menschen umgehen, die an den Staat nicht glauben, sie wenn es ihnen nutzt aber auf das geltende Recht pochen? Franz Leitmayr versucht es mit rationalem Diskurs. Eine Strategie, die zum Scheitern verurteilt ist. Batic behandelt die Gruppe dagegen mit einer Nachsicht, als wären es Geisteskranke. Damit verhindert er zumindest gewalttätige Zusammenstöße. Dieser "Tatort" versucht, keine einfachen Antworten zu geben, wie mit dem Problem umzugehen ist. Die wichtigste Erkenntnis lautet: Je weiter entfernt ein Ort von urbanen Zentren liegt, je abgehängter sich die Dorfbewohner fühlen, desto größer scheint die Strahlkraft der Reichsbürger zu sein.

Was nervt?

Schrullige Alte, verfallene Häuser, eine feindselige Dorfgemeinschaft und Polizisten, die lieber im Gasthaus abhängen anstatt zu arbeiten: Es gibt kaum ein Klischee, das die Filmemacher (Buch: Holger Joos, Regie: Andreas Kleinert) bei ihrer Darstellung des - fiktiven - niederbayrischen Dorfs Traitach ausgelassen haben. Möglicherweise sagt dieser "Tatort" mehr darüber aus, wie sich Städter die Provinz vorstellen, als über das wahre Leben auf dem Lande.

Die Kommissare?

Über den gesamten Film sind sich die beiden Ermittler uneins. Das beginnt schon auf der Autofahrt aufs Land: Während Leitmayr Jimi Hendrix hören will, möchte Batic zu Balkan-Musik schunkeln (Fun Fact: Die Musik stammt von der Miroslav Nemec Band, also der Musikgruppe des Schauspielers). Auch über das Vorgehen bei den Ermittlungen finden die beiden keinen gemeinsamen Nenner. Da hilft es wenig, dass ihre einzige Nahrung in dem Ort aus einer Bratwurst aus dem Automaten besteht.

Ein- oder Ausschalten?

Die Kommissare leiden hier genauso unter der Hitze wie die Zuschauer: Dieser "Tatort" ist das ideale Begleitprogramm zu einem lauen Sommerabend. Schalten Sie ruhig ein.

"Tatort" aus München: Batic und Leitmayr bei den Reichsbürgern
"Tatort" aus München

Wie bei fast jedem "Tatort" steht auch an diesem Sonntag (20.15 Uhr) am Anfang ein Mord. Florian Berg wird tot in der Badewanne seiner Mutter aufgefunden. Eigentlich ein klarer Suizid. Doch weil das Messer verschwunden ist, mit dem seine Pulsadern aufgeschnitten wurden, geht die Münchner Mordkommission von Mord aus. Um den Fall aufzuklären, müssen sie jedoch die Stadt verlassen. 

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.