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Schulz vs. Merkel Höhepunkte und Einschätzungen zum TV-Duell: Schulz attackiert Merkel - und Erdogan

Angela Merkel und Martin Schulz im TV-Duell
Angela Merkel und Martin Schulz im TV-Duell
© Screenshot
Das TV-Duell zwischen Angela Merkel und Martin Schulz sollte der Höhepunkt des Bundestagswahlkampfes werden. Doch beim TV-Duell gab es nur wenig echte Auseinandersetzungen. Die wichtigsten Aussagen der Kandidaten und Einschätzungen von stern-Autoren im Überblick.

Es sind noch drei Wochen bis zur Bundestagswahl 2017. Kanzlerin Angela Merkel und ihr SPD-Herausforderer Martin Schulz lieferten sich im TV-Duell ihren ersten und einzigen direkten Schlagabtausch. Die in den Umfragen weit hinter der CDU/CSU liegende SPD erhoffte sich von dem Duell eine Wende im Bundestagswahlkampf. Die Sozialdemokraten setzen darauf, dass 40 Prozent der Wahlberechtigten nach Umfragen noch nicht wissen, welcher Partei sie am 24. September ihre Stimme geben sollen. Wie das Forsa-Institut in einer Umfrage für den stern ermittelte, wollen 6,8 Millionen Wahlberechtigte ihre Wahlentscheidung erst nach dem TV-Duell treffen.

 Als Hauptthema diskutierten die Moderatoren Sandra Maischberger (ARD), Maybritt Illner (ZDF), Peter Kloeppel (RTL) und Claus Strunz (Sat.1) die Flüchtlingspolitik. Fast ein Drittel der Sendezeit sprachen Merkel und Schulz über Zuwanderung. In den sozialen Netzwerken kam das nicht gut an. Zahlreiche Themen seien zu kurz gekommen, war der Tenor.

Alle Themen des TV-Duells, Einschätzungen von stern-Autoren und wichtige Zitate von Merkel und Schulz im Überblick:

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TV-Duell live: Schulz fordert Merkel heraus - Kommentare und Entwicklungen

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

  • Petra Gasslitter
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  • Felix Haas
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  • Petra Gasslitter
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    Schulz versucht es mit emotionalen Worten, er spricht deutlich langsamer. Merkel greift zu einer Rede, die altbewährt klingt.

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Merkel: Die Union wird in keinem Fall mit der AfD und der Linken zusammenarbeiten. Schulz weicht der Frage nach einer möglichen Koalition mit der Linken aus. Jetzt ist es Zeit für die Schlussstatements.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Merkel: Wenn man Polizisten kennzeichnet, weil man ihnen misstraut, dann muss man sich nicht wundern, dass sich Polizisten im Stich gelassen führen. Sie sagt: Die Landesregierung in NRW sei deshalb abgewählt worden. Dann führt Merkel Bayern als Musterbeispiel an.

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Union und SPD fordern beide: 15.000 Polizisten mehr. Woher sollen die kommen? Schulz: Polizei sollte nicht für jeden Blechschaden ausrücken müssen. Dann hätte die Polizei viel mehr Zeit für Präsenz auf den Straßen.

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Merkel: Ich glaube, wir haben aus dem Fall Anis Amri gelernt.

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Harter Themawechsel: Terrorabwehr. Müssen wir uns an der Terror gewöhnen? Merkel: Nein. Kann man einen Fall Amri verhindern? Schulz: Die meisten Behörden unseres Landes machen einen guten Job. Im Fall Amri gab es viele Fehler. Er fordert präventive Maßnahmen, um Gefährder zu erkennen und abzuschieben.

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Jetzt sollen Merkel und Schulz nur noch mit Ja und Nein auf die Fragen antworten. Dabei fällt auf: Sie sind sehr oft derselben Meinung. WM in Katar? Beide dagegen. Schröder bei Rosneft? Beide dagegen.

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Merkel, die angebliche Autokanzlerin. Warum die Zurückhaltung gegenüber der Autoindustrie? Merkel: Ich sage, da ist betrogen worden. Da kann man nicht von Zurückhaltung sprechen. Ich bin stocksauer. Natürlich vertrete ich die Interessen des Verbrauchers. Trotzdem: Wir werden niemals dasselbe Recht wie in den USA haben.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    Martin Schulz attackiert die Manager der Automobilindustrie: "Was da abgelaufen ist, ist unfassbar"

  • Petra Gasslitter
    • Petra Gasslitter

    Themawechsel: Dieselgate. Merkel: Selbst wenn die Autos alle so Abgase ausstoßen würden, wie sie sollten, hätten wir die Umweltprobleme immer noch. Die Automobilindustrie müsse nun den Schaden wiedergutmachen, betont Merkel, die Arbeitsplätze müssten aber garantiert werden und die Umweltvorschriften müssten eingehalten werden. Massive Entschädigungszahlungen wie in den USA wird es also nicht geben? Merkel: Wir haben eine andere Rechtslage. Schulz: Die Bürger dürfen nicht schlechter gestellt sein als die Verbraucher in den USA. Betroffene müssten sich zur Musterfeststellungsklage zusammenschließen können.

  • Felix Haas
    • Felix Haas

    In unserem Voting führte Angela Merkel lange mit 58 Prozent. Momentan liegt sie "nur" noch mit 54 Prozent vorne. Wen finden Sie besser? Stimmen Sie ab: http://www.stern.de/politik/deutschland/merkel-oder-schulz---wen-sehen-sie-im-tv-duell-vorne--jetzt-live-abstimmen--7603118.html


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