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TV-Tipps 15.5: Serie "Real Humans": Hilfe, mein Putzroboter geht auf die Barrikaden!

Und plötzlich kapierten die Roboter, dass die Menschen sie nur ausgenutzt hatten... Die schwedische Sci-Fi-Serie "Real Humans" geht in die zweite Runde - unser TV-Tipp des Tages.

Noch wird der Krieg nur gespielt: "Hub Battle Land" ist die logische Paintball-Erweiterung in einem Land, in dem menschliche Roboter zur Normalität gehören

Noch wird der Krieg nur gespielt: "Hub Battle Land" ist die logische Paintball-Erweiterung in einem Land, in dem menschliche Roboter zur Normalität gehören

"Real Humans", zweite Staffel
21.45 Uhr, ZDFkultur
SCI-FI-SERIE Science-Fiction, die nicht in einem englischsprachigen Land produziert wurde, findet nur selten ihren Weg auf deutsche Bildschirme. Geschweige denn, dass sie ins Deutsche übersetzt wird. Dank Arte konnten wir im letzten Jahr aber eine besondere Perle erleben - die TV-Serie "Real Humans" aus Schweden.

In zehn zusammenhängenden Teilen erzählte die erste Staffel von einer nahen Zukunft, in der "Hubots", menschlich aussehende , zum Alltag gehören und alle möglichen Aufgaben übernehmen - vom Putzdienst über Fließbandarbeit bis hin zum Blowjob. Das geht eine Weile gut, bis einige Androiden eine eigene Persönlichkeit entwickeln und fordern, genauso frei zu leben wie die Menschen. Diese Story ist so alt wie das Science-Fiction-Genre selbst. Data aus "Star Trek" kommt einem in den Sinn, die Zylonen aus "BSG" und "Caprica", der Zinnmann aus "Oz" und natürlich die Replikanten aus dem Filmklassiker "Blade Runner". Ein billiger Klon ist "Real Humans" aber nicht. Die Serie ist deswegen so gut, weil sie die ganz alltäglichen Auswirkungen eines Lebens mit Robotersklaven überzeugend darstellt.

Die Handlung der zweiten Staffel setzt sechs Monate nach den Ereignissen des ersten Teils ein und spinnt die Geschichte gekonnt weiter. Wir treffen alte Bekannte wieder, erleben neue Gesichter und neue Bedrohungen - unter anderem einen mysteriösen Virus, der Hubots befällt und sie gefährlich aggressiv werden lässt. Neueinsteiger werden sich - nicht nur dank einer gelungenen Zusammenfassung zu Beginn der neuen Episoden - schnell zurechtfinden. Wer allerdings die Möglichkeit hat, die erste Staffel vorher zu schauen, sollte dies tun. Für einen schnöden Recap sind die Folgen einfach zu gut.

Ein TV-Tipp von Jens Wiesner, freier Autor bei stern.de


Und das ist an diesem Tag noch sehenswert:

"Die Reise des Personalmanagers"
23.45 Uhr, Arte
TRAGIKOMÖDIE vom israelischen Regisseur Eran Riklis ("Die syrische Braut"). Der Personalleiter einer Jerusalemer Großbäckerei muss eine durch ein Selbstmordattentat getötete Mitarbeiterin nach Rumänien überführen... Schräge Bustour durch die postkommunistische Einöde. (bis 1.25)

"Windows Oder…"
22.20 Uhr,

THEATER "...Müssen wir uns Bill Gates als einen glücklichen Menschen vorstellen?" Was geht einem Mann wie Bill Gates durch den Kopf? In einem Solostück, geschrieben von Mathias Greffrath, nähert sich Clemens Schick dem IT-Visionär. Aufführung aus den Berliner Sophiensaelen, 2009. (bis 23.30)

Themen in diesem Artikel
Wie heißt der Film?
Hallo, seit langer Zeit bin ich auf der Suche nach einem Film, den ich vor ca. 25 Jahren gesehen habe. Es ist ein französischer Film von oder in der Art wie Eric Rohmer. Der Titel könnte "Betrug" oder ähnlich lauten. Es geht um eine Dreiecksgeschichte, bei der ein Mann von seiner Ehefrau und seinem besten Freund betrogen wird. Der Film erzählt seine Geschichte in Rückblenden und steigert die Spannung dadurch, dass der anfangs unwissende Zuschauer von Rückblende zu Rückblende mehr Informationen erhält, bis er gegen Ende sogar wissender ist als die Darsteller. Wie ein roter Faden zieht sich dabei die Frage durch den Film: Wer hat zu welchem Zeitpunkt was gewusst. - Ab wann wusste der betrogene Ehemann, dass er betrogen wurde? - Ab wann wussten die Betrüger, dass der Ehemann wusste, dass er betrogen wurde usw. Der Film beginnt äußerst langatmig. Wenn ich mich recht erinnere mit einer 20-minütigen fast statischen Kameraeinstellung. Zwei Personen (Ehefrau und Liebhaber) sitzen an einem Tisch eines sehr einfachen Restaurants. Aus dem Gespräch erfährt man, dass sie früher einmal ein Verhältnis hatten. Im Laufe der Unterhaltung verdichtet sich allmählich die Befürchtung, der Beste Freund/ Ehemann könnte eine Ahnung gehabt haben. Dann folgt die erste Rückblende. Dieses Prinzip von sich verdichtender Ahnung verstärkt sich immer mehr und verleiht dem Film eine - wie ich finde - einzigartige Dramaturgie. Wäre wundervoll, wenn jemand helfen könnte. Gruß Leo