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Stiftung Warentest prüft Saugroboter: Und plötzlich ist der Teppich dreckig

Nie mehr Staubsaugen: Saugroboter sind der Traum vieler Putzmuffel. Stiftung Warentest hat acht Modelle getestet - nur zwei sind gut. Ein Roboter ruinierte sogar den Teppich.

Der Testsieger: Vorwerks VR200 reinigte zuverlässig und ohne Probleme - im Gegensatz zu manch anderem Modell.

Der Testsieger: Vorwerks VR200 reinigte zuverlässig und ohne Probleme - im Gegensatz zu manch anderem Modell.

Es soll ja Menschen geben, die gerne Staubsaugen. Doch die meisten Berufstätigen können sich in ihrer Freizeit vermutlich Schöneres vorstellen, als eine bestialisch laute Kiste hinter sich her zu schleifen und damit Teppiche und Fußböden zu malträtieren. Deshalb sind Saugroboter seit Jahren groß in Mode: Im Gegensatz zu manch neugieriger Putzfrau wühlt der elektronische Helfer nicht in privaten Schubladen. Und alles, was er braucht, ist ein bisschen Strom. Doch wie gut sind Saugroboter wirklich? Die Fachzeitschrift Stiftung Warentest hat acht Modelle getestet.

Vorwerk schlägt iRobot

Am besten klappt der Hausputz mit dem VR200 von Vorwerk (Note: 2,1). Dank seines halbrunden Körpers kommt er tief in die Ecken und räumt sie leer. Ob Kaffeepulver auf dem Parkett oder Krümel in der Küche - die Saugleistung lieferte gute Ergebnisse. Als einziger unter den Testkandidaten nimmt er Mineral- und Großstaub vergleichsweise gut vom Teppichboden auf. Der Roboter navigiert gut, das Navigationsmenü auf dem Display ist übersichtlich. Mit 4,2 Kilogramm ist der VR200 der schwerste Roboter im Test. Gesamtpreis: rund 750 Euro.

Auf Platz zwei folgt der iRobot Roomba 880 (Note: 2,4). Er ist mit 695 etwas günstiger. Der Roomba reinigt insgesamt gut, schwächelt aber bei der Staubaufnahme vom Teppichboden. Ein Pluspunkt: Hindernisse überwindet er sehr gut, Fußleisten und Kordelteppiche bringen ihn so schnell nicht aus der Bahn. Mit einer Leistung von 22 Watt verblasst er gegenüber dem Vorwerk, der mit 70 Watt Saugleistung auftrumpft.

Noch aufs Siegertreppchen schaffte es der LG VR6270LVMB (Note: 2,7): Er reinigt eher mäßig, vor allem beim Teppichboden ist das Ergebnis enttäuschend. Auch bei Ecken und engeren Abschnitten tut sich der LG-Sauger schwer. Alles in allem reicht es nur für ein "Befriedigend".

Billig fällt durch

Nicht zu empfehlen sind laut Stiftung Warentest die beiden günstigsten Modelle: Der Dirt Devil Navigator M608 für 177 Euro putzt harte Fußböden zwar zufriedenstellend, beim Teppich ist das Ergebnis aber mangelhaft. Zudem ist der Saugroboter nicht gerade clever: Die Navigation lässt zu wünschen übrig, im Test fuhr sich der Sauger auf dem weißen Teppich fest und hinterließ dabei unschöne schwarze Abriebspuren. Erst als der Prüfleiter Erbarmen mit dem dummen Roboter zeigte und den Versuch beendete, hatte das Elend ein Ende. So etwas darf definitiv nicht passieren. Gesamtnote: 4,0.

Das Schlusslicht bildet der 169 Euro teure Vileda Relax Cleaning Robot. Er reinigt laut Warentest insgesamt ausreichend, Teppiche aber nur mangelhaft. Die Navigation ist zufällig, geordnete Bahnen sind nicht zu erkennen. Auch bei der Verarbeitung wird geschlampt, im Test war der Stoßschutz im Haltbarkeitstest gebrochen. Fazit: "Mangelhaft" (Note: 5,0).

Den vollständigen Test gibt es gegen Gebühr unter test.de/saugroboter.

 

Christoph Fröhlich
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.