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Manager klärt auf Das ist der größte Fehler, den man im Home Office machen kann

Für's Arbeiten Zuhause braucht man leider ebenfalls einen Drucker (Symbolbild)
Immer mehr Menschen arbeiten im Home Office
© TommL / Getty Images
Seit der Corona-Pandemie arbeiten immer mehr Menschen im Home Office. Das bietet einige Annehmlichkeiten, aber auch neue Probleme. Ein führender Manager erklärt, was man unbedingt vermeiden sollte.

Fünf Tage die Woche von 9 bis 17 Uhr ins Büro - was vor einigen Monaten noch das Normalste der Welt war, wirkt plötzlich total aus der Zeit gefallen. Die Corona-Krise hat erzwungenermaßen die Digitalisierung und damit auch den Trend zum Home Office beschleunigt. Immer mehr Unternehmen erklärten bereits, dass ihre Mitarbeiter*innen auch nach der Pandemie ganz oder zumindest teilweise von zuhause aus arbeiten können.

Denn viele Mitarbeiter*innen haben die Annehmlichkeiten des Home Office zu schätzen gelernt. Der Arbeitsweg entfällt, man kann kochen was einem schmeckt und der Paketbote freut sich auch, dass man fast immer erreichbar ist. Auch die Firmen haben etwas davon, schließlich sinken die Bürokosten. Zur Wahrheit gehört jedoch auch: Menschen in Heimarbeit bewegen sich weniger und klagen häufiger über Einsamkeit. Zudem müssen sie sich anders organisieren als im Büro - das eröffnet Raum für neue Fehler.

Telefonieren statt E-Mails

Beat Bühlmann war langjähriger Manager bei Google, Dell und der Softwarefirma Evernote. Mittlerweile arbeitet er beim Telekommunikationsunternehmen Swisscom. Bühlmann hat Erfahrungen in internationalen Konzernen und sprach vor einigen Jahren auf einer Personalentwicklungskonferenz über den seiner Meinung nach größten Fehler, den viele Menschen im Home Office begehen. Denn wenn ganze Teams oder Abteilungen remote - also über das Internet beziehungsweise verschiedene Standorte hinweg - miteinander arbeiten, komme es über kurz oder lang zu Missverständnissen in der Kommunikation. Statt die Probleme jedoch direkt in einem kurzen, klärenden (Video-)Telefonat aus der Welt zu räumen, verschicken viele lediglich eine E-Mail. Aus Sicht von Bühlmann ein Kardinalfehler.

Denn nicht jede*r Mitarbeiter*in hat nonstop sein Postfach im Blick. Das klingt banal, sollte man jedoch nie ausblenden. Denn es kann dauern, bis die Mail den oder die Kolleg*in tatsächlich erreicht, und in der Zwischenzeit kann sich das Problem womöglich noch verschlimmert haben. "Man muss erkennen, wann es Sinn macht, eine E-Mail zu versenden und wann nicht", sagt Bühlmann. "Sie würden doch auch keine E-Mail an die Feuerwehr schicken, wenn Ihr Haus brennt, oder?

Die Lösung ist simpel: Hat etwas Priorität, sollten Mitarbeiter*innen im Home Office einfach zum Telefon greifen. Dadurch werden Missverständnisse verhindert und schneller Lösungen gefunden. Hinzu kommt: E-Mails fehlt oft das Weiche der Stimme, das harsch klingende Worte begleitet. "Aber bei der Kommunikation geht es nicht nur um Worte. Es lebe das direkte Gespräch!"

Quellen:Hiring Success EU, MyBusinessFuture

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cf

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