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Bewerbungsgespräch "Erzählen Sie mir etwas über sich" – Karriereberater verraten, was Sie auf diese Frage antworten sollten

Bewerbungsgespräch
Es gibt Klassiker-Fragen in Bewerbungsgesprächen, auf die man sich gut vorbereiten kann.
© Getty Images
"Erzählen Sie mir etwas über sich" - diese Frage ist ein Klassiker im Bewerbungsgespräch. Karriereberater der Elite-Universität Yale verraten, was man antworten sollte.

Vielen Dank für Ihre Bewerbung, gerne würden wir Sie persönlich kennenlernen. Liest man diese Sätze, ist die Freude zunächst riesig. Doch schnell schlägt die ausgelassene Stimmung in Aufregung um: Was werde ich im Bewerbungsgespräch wohl gefragt? Und wie mache ich einen möglichst guten Eindruck?

Zwar gibt es Situationen, in denen Bewerber*innen mit ungewöhnlichen Fragen aus der Reserve gelockt werden sollen. Doch viele verlassen sich immer noch auf die Standardfragen á la "Was sind Ihre Schwächen", "Warum sollten wir uns für Sie entscheiden" und "Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?" Auf diese Klassiker sollte man sich gut vorbereiten.

"Erzählen Sie mir etwas über sich" - diese Aufforderung steht bei Bewerbungsgesprächen ebenfalls hoch im Kurs, vor allem zu Beginn der Unterhaltung. Sie wirkt unscheinbar, ist aber von immenser Bedeutung. Wer hier bereits ins Stocken gerät, macht keinen gut vorbereiteten Eindruck. Doch was entgegnet man am besten? Für Karriereberater*innen der renommierten Elite-Universität Yale ist die Antwort klar: am besten eine persönliche Anekdote.

Auf diese Frage kann man sich hervorragend vorbereiten. Die Antwort sollte drei wesentliche Punkte beinhalten:

  • Ihren Hintergrund
  • Ihr Interesse an dem Fachbereich
  • und was Sie sich von Ihrem Gespräch erhoffen

Beginnen Sie damit zu überlegen, was Ihr Gesprächspartner unbedingt über Sie wissen soll. Lesen Sie dafür aufmerksam Ihren Lebenslauf und wählen Sie jene Passagen aus, die Sie hervorheben möchten. Wichtig: Fassen Sie sich kurz, die Antwort sollte maximal zwei Minuten dauern.

Das alles sollten Sie in eine Art Motivationsgeschichte verpacken, die Sie vorher ausformulieren können. Die Yale-Expert*innen verraten auch, welche fünf Elemente sie zur perfekten Antwort machen.

Eröffnung: Kurz und knackig, nicht mehr als ein Satz. "Ich bin 24 Jahre alt, studiere Maschinenbau in Leipzig und interessiere mich besonders für den Fachbereich Angewandte Dynamik."

Motivierende Geschichte: Nun wird es persönlich. Erzählen Sie, warum Sie sich für ein bestimmtes Thema oder Berufsfeld interessieren. Ein Beispielvorschlag wäre "Das erste Mal bin ich mit der Modeindustrie in Kontakt gekommen, als …" Erzählen Sie in wenigen Worten eine Geschichte, wie Sie vor einer Herausforderung standen oder mit einer neuen Situation zurechtkommen mussten, welche Entscheidung Sie gefällt haben und wie sich diese auf Ihr Interesse an diesem Themengebiet ausgewirkt hat.

Akademische Arbeit: Erläutern Sie nun, welche Kurse, Seminare, Workshops, akademischen Projekte oder Forschungsarbeiten Ihnen im Rahmen des Studiums oder der Ausbildung geholfen haben, Ihr Fachwissen für diese Industrie aufzubauen.

Weiterführende Erfahrungen: Wählen Sie nun zwei Erfahrungen aus, die Ihnen geholfen haben, Ihre Fähigkeiten weiterzuentwickeln, die für diese Stelle nützlich wären. Berücksichtigen Sie Punkte wie Praktika, Forschungserfahrungen, frühere Anstellungen und Führungspositionen.

Abschluss: Formulieren Sie einen Satz, der vermittelt, wie Ihre Geschichte, Ihr akademischer Hintergrund und Ihre unterstützenden Erfahrungen Sie für die Stelle fit gemacht haben ODER was das Unternehmen bietet, das für Sie besonders spannend ist. Überlegen Sie sich anschließend eine Reihe von Fragen, die Sie Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber stellen würden.

Der wichtigste Tipp zum Schluss: "Ebenso wichtig wie Ihre Geschichte zu planen ist es, diese zu üben. Vermeiden Sie es, jedes Wort zu schreiben und auswendig zu lernen, dadurch klingt Ihre Geschichte einstudiert. Der erste Eindruck ist schnell gemacht, also versuchen Sie, sich selbstbewusst zu präsentieren."

Quelle: Yale

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