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Zukunft von Markus Lanz Will das ZDF "Wetten, dass ..?" umkrempeln?


Markus Lanz und "Wetten, dass ..?" sind zu ärgerlichen Dauerthemen für das ZDF geworden: "Der Spiegel" berichtet, die Sendung solle massiv verändert werden. Aus Mainz wird umgehend dementiert.

Die Aufregung um die ZDF-Sendung "Wetten, dass ..?" und Moderator Markus Lanz geht weiter. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" will sich der Sender in der Sommerpause intensiv mit der Show auseinandersetzen. Demnach würden schon jetzt mehrere Szenarien durchgespielt, um "Wetten, dass ..?" wieder attraktiver zu machen. Auch eine Verlegung von Samstagabend auf einen Wochentag soll demnach im Gespräch sein. "Vieles ist möglich", will "Der Spiegel" aus Senderkreisen erfahren haben. "Ob markus Lanz für diese Neuaufstellung der Show offen sei, hänge dann am Moderator selbst", schreibt das Magazin. Über seine Talkshow würde hingegen nicht verhandelt.

Vom ZDF wurde der Bericht umgehend dementiert. "An der Meldung ist nichts dran. Die Show läuft weiter wie bisher, die Hallen sind bis 2015 eingeplant", sagte ein Sprecher des Senders der Nachrichtenagentur DPA am Sonntag. Der Mediendienst "DWDL.de" hält eine Abkehr vom Samstagabend als Ausstrahlungstermin für "Unsinn". Auch Diskussionen über die Zukunft einer Sendung während der Sommerpause seien nicht sonderlich aufregend. In Ruhephasen werde immer wieder darüber nachgedacht, wie Formate verbessert werden könnten.

Dennoch steht das ZDF sowohl in Bezug auf das Konzept von "Wetten, dass ..?" als auch bei der Personalie Lanz seit Monaten stark unter Beschuss. Die Sendung interessiert immer weniger Menschen. Von den 13,6 Millionen Zuschauern der ersten Sendung mit Lanz ist man momentan weit entfernt. Die letzte Sendung konnte nur 6,3 Millionen Menschen zum Einschalten bewegen. Zwei Millionen weniger als das RTL-Dschungelcamp, das am gleichen Abend, aber viel später ausgestrahlt wurde. Erst im Januar sorgte eine Online-Petition für Aufsehen, in der die Absetzung von Lanz' Talkshow gefordert wurde. Mehr als 230.000 Menschen hatten diese unterzeichnet. Anlass war ein missratenes Interview mit der Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht.

ono mit DPA

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