"Brangelina" Namibia schmeißt Paparazzi raus


Das Kind von Angelina Jolie und Brad Pitt soll in Namibia geboren werden. Um die Privatsphäre der beiden Schauspieler zu schützen, verwies die Regierung des Wüstenstaats sogar vier Journalisten des Landes.

Zum Schutz der Privatsphäre von Hollywood-Paar Angelina Jolie und Brad Pitt hat Namibias Regierung strenge Regeln für Medienvertreter aufgestellt. Ausländische Journalisten, die nur zur Berichterstattung über die beiden einreisen wollen, müssen einen schriftlichen Nachweis "über die Bereitschaft des Paares, sie zu treffen" vorweisen. In einer Erklärung des Informationsministeriums heißt es: "So gerne Namibias Regierung ausländische Journalisten zu Arbeitsaufenthalten im Lande willkommen heißt, so fühlt sie sich verfassungsrechtlich verpflichtet, die Privatsphäre seiner eigenen Bürger wie auch der von Namibias Besuchern zu schützen."

"Krasse Verletzung der Meinungsfreiheit"

Die Regierung des südwestafrikanischen Wüstenstaates hatte am Wochenende nach Medienberichten mindestens vier ausländische Journalisten des Landes verwiesen. Ministerpräsident Nahas Angula sagte der südafrikanischen Zeitung "Sunday Times": "Die Dame ist schwanger und ihr bedrängt sie. Warum lasst ihr sie nicht in Ruhe?" Die namibische Gesellschaft für Menschenrechte kritisierte die Ausweisungen. Ihr Vorsitzender Phil ya Nangola sprach von einer "beispiellosen und krassen Verletzung der verfassungsmäßig garantierten Freiheit auf Meinungsäußerung, die die Freiheit der Presse und anderer Medien einschließt." Die Verfassung des Landes gebe keine Handhabe für derartige Maßnahmen. Sie drohten vielmehr, Namibias demokratischen Status ernsthaft anzuzweifeln.

Jolie und Pitt wohnen seit anderthalb Wochen in einer Feriensiedlung nahe dem Ort Walvis Bay an der Atlantikküste. Sie machten seitdem mehrere Safariausflüge. Die schwangere Jolie hatte erklärt, sie wolle ihr Kind in Namibia zur Welt bringen und ihm einen namibischen Namen geben. Das Kind wird voraussichtlich im Mai geboren. Das Paar hatte die Presse darum gebeten, es während seines Namibia-Aufenthalts nicht zu stören.

DPA DPA

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