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Neffe von König Philippe 10.400 Euro Strafe: Belgischer Prinz feierte "Corona"-Party in Spanien

Prinz Joachim von Belgien
Prinz Joachim von Belgien ist ein Neffe des amtieren Königs Philippe
© Albert Nieboer/RoyalPress / DPA
Der belgische Prinz Joachim reiste Ende Mai nach Spanien, um dort an einer Familienfeier teilzunehmen. Zwei Tage nach der Party wurde der 28-Jährige positiv auf das Coronavirus getestet - und muss nun eine Geldstrafe zahlen.

Diese Party dürfte er so schnell nicht vergessen: Der belgische Prinz Joachim, Neffe von König Philippe, reiste Ende Mai nach Spanien, um dort an einer Familienfeier teilzunehmen. Doch zwei Tage nach der Sause, bei der es sich laut spanischen Medien um die Geburtstagsfeier von Joachims Freundin Victoria Ortiz Martínez-Sagrera gehandelt haben soll, wurde der 28-Jährige positiv auf das Coronavirus getestet. Alle Teilnehmer des Festes mussten in Quarantäne.

Der Ausflug nach Spanien hat für den Sohn von Prinzessin Astrid und Prinz Lorenz nicht nur gesundheitliche Konsequenzen. Die spanische Polizei leitete eine Untersuchung ein und verdonnerte den belgischen Prinzen nun zu einer Strafzahlung von 10.400 Euro, weil er gegen behördliche Auflagen verstieß.

Unmittelbar nach Bekanntwerden seiner Erkrankung hatte sich Prinz Joachim bereits in einem offiziellen Schreiben entschuldigt. "Ich bereue meine Handlungen zutiefst und akzeptiere die Konsequenzen", so der 28-Jährige. Er gab zu, bei seinem Besuch im andalusischen Córdoba nicht alle Quarantäne-Maßnahmen eingehalten zu haben. 

Joachim von Belgien feierte illegale Party mit 27 Leuten

Seit dem 15. Mai müssen sich alle aus dem Ausland Einreisenden in Spanien einer zweiwöchigen Quarantäne unterziehen, was der Prinz offenbar nicht tat. Zudem sind die Umstände von Joachims Einreise noch unklar, denn bis zum 1. Juli darf man in Spanien nur einreisen, wenn man im Land einen Erstwohnsitz hat oder wichtige berufliche Gründe vorweisen kann. Der Palast in Brüssel betonte, es habe sich um eine Dienstreise zu einem Praktikum gehandelt.

Auch über die Party auf dem Anwesen der Familie Martínez-Sagrera, eine in Spanien einflussreiche Dynastie mit aristokratischen Vorfahren, gibt es unterschiedliche Angaben. Während das belgische Königshaus von einem Familientreffen mit zwölf Leuten sprach, gehen spanische Behörden von 27 Teilnehmern aus. Dies wäre ein eindeutiger Verstoß gegen die Auflagen, denn aufgrund der Corona-Pandemie dürfen sich in der Region Andalusien maximal 15 Menschen treffen.

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Prinz Joachim und Victoria Ortiz Martínez-Sagrera sind seit 2014 ein Paar und lernten sich während ihres Studiums in Mailand kennen. Seitdem pendeln der Belgier und die Spanierin zwischen verschiedenen Wohnsitzen. In spanischen Medien wurde bereits über eine mögliche Hochzeit der beiden 28-Jährigen spekuliert, denn Victoria Ortiz Martínez-Sagrera wäre nicht die erste Spanierin im belgischen Königshaus. Die 2014 verstorbene Fabiola Mora y Aragón war von 1960 bis 1993 Königin der Belgier.

jum

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