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20. Todestag von Kurt Cobain: Polizei veröffentlicht Fotos vom Tatort

Auch zwei Jahrzehnte nach dem Selbstmord von Kurt Cobain gibt es Spekulationen über seinen Tod. Die Polizei in Seattle hat jetzt bislang unbekannte Fotos vom Todestag veröffentlicht.

Knapp 20 Jahre nach dem Tod des Musikers Kurt Cobain hat die Polizei in Seattle bislang unbekannte Fotos vom Tatort veröffentlicht. Sie zeigen neben einer Sonnenbrille, Zigaretten und Geldscheinen vor allem Drogenzubehör wie einen Löffel und mehrere Nadeln. Man habe vier unentwickelte Filmrollen entdeckt, als die Selbsttötung kürzlich nochmals überprüft wurde, teilte die Polizei auf ihrer Internetseite mit.

Ein Beamter habe sich den Fall erneut angeschaut, da es immer wieder Spekulationen gibt, Cobain sei ermordet worden. "Wir wussten, dass der 20. Todestag ansteht und es dann ein großes Medieninteresse geben wird", erklärte der zuständige Ermittler Mike Ciesynski. Es seien aber keine neuen Erkenntnisse gewonnen worden. "Es ist ein Selbstmord. Es ist ein abgeschlossener Fall."

Der Sänger der Band Nirvana hatte sich am 5. April 1994 im Alter von 27 Jahren in seinem Haus in Seattle mit einer Schrotflinte erschossen. Davor hatte er sich eine starke Dosis Heroin gespritzt. Wenige Tage vor seinem Tod hatte Cobain eine Entzugsklinik in Los Angeles verlassen, in der er sich wegen seiner Heroinsucht behandeln ließ. Zudem litt der Nirvana-Frontmann unter starken Depressionen.

Cobains Leiche wurde erst drei Tage später von einem Elektriker gefunden. Obwohl die Ermittler einen Abschiedsbrief fanden, gibt es bis heute Spekulationen, das Cobains Tod kein Selbstmord gewesen sein soll. Viele Fans glauben an eine Verschwörung und einen Mordkomplott. Ins Visier geriet dabei unter anderem Cobains Ehefrau, Musikerin Courtney Love. Sie habe ihre Mann ermorden lassen, weil dieser die Scheidung und sein Testament ändern wollte. "Manchmal glauben Leute die Dinge, die sie lesen. Einige Bücher vermitteln, es sei eine Verschwörung gewesen. Das ist komplett falsch", sagte der zuständige Ermittler Ciesynski von der Polizei in Seattle.

Währenddessen hat eine Spendenaktion für ein Kurt-Cobain-Museum bislang wenig Erfolg gebracht. Knapp einen Monat nach dem Start haben Fans nur rund 500 Dollar gesammelt. Ziel sind 700.000 Dollar. Die Initiatorin, eine US-Journalistin, will das Haus, in dem Cobain seine Kindheit verbrachte, in ein Museum verwandeln.

jum/DPA / DPA