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Abgewatscht - die Promi-Satire: Von Liebes- und Verkehrsunfällen

Boris Becker bejammert seine Trennung von Sandy Meyer-Wölden, der "Tokio Hotel"-Schlagzeuger Gustav knutscht die Leitplanke und Howard Carpendale verrät, was der besondere Reiz an Ost-Frauen ist.

Von Stefan Mielchen

Erst war es die Liebe fürs Leben. Plötzlich ist nur noch von einem "Vorfall" die Rede: Das Liebes-Aus von Boris Becker und Sandy Meyer-Wölden erschüttert die Nation. Wer soll jetzt die große Lücke füllen, die das Paar bei "Wetten, dass...?" am Samstag hinterlässt? Und was soll man von der professionellen Routine halten, mit der Boris die Liaison abhakte? "Keine dritte Person war schuld oder involviert", ließ er lapidar verkünden, als ob Sandy ein Verkehrsunfall gewesen sei. Kein Wunder, mit Verkehrsunfällen kennt sich Becker schließlich aus. Boris klagte: "Wir beide haben den Alltag nicht zusammen geschafft." Ja du lieber Gott: Ist es so schwer sich zu einigen, wer den Müll runter trägt und wer die Spülmaschine ausräumt? "Ich habe alles für diese Beziehung getan", jammert wiederum Sandy. Das glaubt man gerne. An der Frage, wie man sich einen Millionär angelt, sind allerdings schon ganz andere gescheitert, Schätzchen.

Interessanter als das gegenseitige Nachtreten sind die Reaktionen des Promi-Umfeldes, das natürlich schon immer alles besser wusste. Allen voran der unvermeidliche Udo Walz, der zu Beginn der Liebe eine Wette abgegeben haben will: maximal drei Monate! "Die Wette habe ich gewonnen", triumphierte er jetzt auf "bild.de". Wer einen solchen Haarschneider hat, braucht keine Feinde! Welche Wetten aktuell auf das Haltbarkeitsdatum der Homo-Ehe von Udo Walz laufen, ist nicht bekannt.

Polonaise und Pennerglück zu dritt

Ganz andere Sorgen hatte derweil Becker-Spezi und Ex-Fußballer Andi Brehme: "Ich habe ihnen eine Drei-Liter-Flasche Rotwein zur Verlobung geschenkt. Die haben sie hoffentlich ausgetrunken." Was für ein stilvolles Präsent! Die Investition in die Flasche Pennerglück hätte anderswo allerdings mehr Sinn gemacht: Werner Böhm alias Gottlieb Wendehals ("Polonaise Blankenese") wäre ein dankbarer Abnehmer gewesen. Ja, den gibt's noch. Und da Alkohol bekanntlich konserviert, scheint er körperlich noch einigermaßen fit zu sein. Jedenfalls behaupten derzeit eine gewisse Jasmin V., 21, sowie deren Mutter Nadja, 44, ein Verhältnis mit dem 67-Jährigen zu haben - gemeinsam! "Wir lieben ihn beide sehr - obwohl er ständig besoffen ist", wird die Tochter zitiert. Und Mutti ergänzt: "Klar, dass wir auch mal gern Liebe zu dritt machen. Bleibt ja alles in der Familie." Na sicher, ein bisschen Inzest geht ja immer. Da sind offenbar auch die letzten Löcher aus dem Käse geflogen.

Apropos Liebe zu dritt: Alle Welt schlug sich in dieser Woche die Nacht mit der US-Wahl um die Ohren. Nur einen scherte das alles nicht. Top-Demokrat Wladimir Putin besuchte gemeinsam mit Diktator-Kumpel Muammar al-Gaddafi lieber ein Mireille-Mathieu-Konzert in Moskau. Nee, is' klar, wahrscheinlich sang der Spatz von Avignon dort speziell für Wladi eines seiner schönsten Lieder: "Der Zar und das Mädchen". Anschließend wurde Madame den beiden Herren noch im Beduinenzelt im Kremlgarten zugeführt. Merci Chérie!

Ein Leben zwischen Geld oder Sex

Schmusesänger Howard Carpendale gestand unterdessen, dass er im Grunde seines Herzens ein eher schüchterner Typ sei: "Ich hab' nicht alles, was sich bewegt, flach gelegt", erklärte er der "Super Illu". Wie beruhigend. Tür an Tür mit Mandy legte Howie noch nach und erklärte, dass er auf Ost-Frauen stehe: "Ich finde, die sind oft erwachsener." Das sieht bekanntlich auch Carpendales Kollege Ron Wood so, der sich auf seine alten Tage ein 40 Jahre jüngeres Russenflittchen hält. Ekaterina ist offenbar erwachsen genug, dass der Rolling Stone seiner Gattin jetzt überschaubare 63 Millionen Euro dafür bot, ihn künftig in Ruhe zu lassen. Wer kann da Paris Hilton noch ernst nehmen, die in dieser Woche lamentierte: "Männer wollen immer nur Geld oder Sex von mir."

Chaos-Piloten, Knast und Körperverletzung

Als Anstand und Moral vom lieben Gott erfunden wurden, scheint hingegen Willi Herren gerade unterwegs gewesen zu sein. Koks, Suff, Rüpelei: Der fiese Olli Klatt aus der "Lindenstraße" lässt im echten Leben nichts aus. Fürs Fahren ohne Führerschein und den ganzen anderen Kram gab's in dieser Woche 14 Monate auf Bewährung. Herren beteuerte zum x-ten Male, er sei clean: "Ich habe mit meiner Vergangenheit abgeschlossen." Klar, Willi, darauf trinken wir!

Dem Knast entgangen ist auch Foffi, der Ex von Porno-Ikone Tatjana Gsell. Prinz Ferfried von Hohenzollern muss 150 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten. Nicht, weil er die Busenwitwe dann doch nicht heiratete, sondern wegen eines Betrugsdeliktes (was irgendwie aufs Gleiche herauskommt). Jetzt faltet der Blaublüter in einem Berliner Altenheim Bettlaken zusammen. Die Arbeit in der Wäschekammer findet der Prinz nach eigener Aussage jedoch nicht unstandesgemäß. Warum auch? Andere machen an solchen Orten Kinder.

War sonst noch was? Na klar: Tokio Hotel wurden von MTV in Liverpool als beste Liveband ausgezeichnet. Reife Leistung wenn man bedenkt, dass Schlagzeuger Gustav ungefähr so trommelt wie er Auto fährt: Crash in Magdeburg, drei Verletzte, zwei Autos und eine Straßenbahn gerammt - da freut sich die Versicherung! Gegen Gustav wird jetzt wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Darauf hätte man bei Tokio Hotel wirklich schon früher kommen können.

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