AC Mailand David kickt und Victoria zickt


David Beckham denkt darüber nach, in Italien zu bleiben, statt in die USA zurückzugehen. Deswegen droht Zoff mit Gattin Victoria.
Von Alexander Nebe

Es sind Szenen mit Symbolcharakter. Während David Beckham auf dem Rasen voll aufdreht und vor Spielfreude fast zu platzen scheint, thront seine Gattin auf der Ehrentribüne und gibt die Eisprinzessin: gefrorene Gesichtszüge und kalte Blicke bis zum Abpfiff. Victoria Beckham registriert mit sichtlichem Unbehagen, wie wohl sich ihr Mann bei seinem neuen Verein AC Mailand fühlt. Denn sie weiß, was das für Folgen für das zukünftige Leben ihrer Familie haben könnte.

Bislang kennt der Rummel um den Glamour-Gastarbeiter keine Grenzen. Und auch in sportlicher Hinsicht kann er durchaus punkten, den Negativschlagzeilen im Vorfeld zum Trotz. Egal, ob Trainer oder Teamkollegen - fast alle plädieren inzwischen lautstark für eine Nachspielzeit Beckhams in Mailand. "Wir wären dumm, wenn wir nicht versuchen würden, ihn länger als bis März an uns zu binden", meint auch Umberto Gandini, Sportdirektor des Traditionsvereins. Zumal die Chancen dafür gar nicht mal schlecht stehen.

In Beckhams Vertrag mit LA Galaxy gibt es nämlich eine Klausel, die ihm erlaubt, nach Ende der Saison im Herbst 2009 vorzeitig auszusteigen. Eigentlich sollte der Star-Kicker bis 2012 in den USA Tore schießen und dafür insgesamt 190 Millionen Euro kassieren. Insider gehen aber davon aus, dass er für die richtige Ablösesumme in Europa bleiben könnte. Doch David geht's offenbar nicht mehr ums große Geld, sondern um das Spiel in einem hochkarätigen Verein, wo er sich wieder für das englische Nationalteam qualifizieren kann. Der 33-Jährige stellt bei jeder Gelegenheit klar, wie gut es ihm in Mailand gefällt und wie sehr er es vermisst hat, Fußball auf Weltklasseniveau zu spielen. Dafür sei er auch bereit, Opfer zu bringen: zum Beispiel von seiner Familie getrennt zu sein.

"Jeder weiß, wie sehr ich Victoria und die Kinder liebe - aber gleichzeitig lebe ich auch für den Fußball. Natürlich tut es mir weh, wochenlang auf die Kids zu verzichten. Aber die sollen erst mal weiter zur Schule gehen und ihr gewohntes Leben fortsetzen", erklärte er kürzlich - und heizte damit die Spekulationen um einen dauerhaften Wechsel nach Europa weiter an. "Ich werde meine Zeit hier genießen, und dann warten wir einfach mal ab, was passiert", sagte David der Zeitung "The Sun".

Victoria, die David nur sporadisch in Mailand besucht, dürften solche Äußerungen in Unruhe versetzen. Denn wenn es nach ihr geht, soll der Lebensmittelpunkt des Beckham-Clans weiterhin Los Angeles bleiben, wie sie im Interview mit der Zeitschrift "Gala" betont: "Wir haben in Kalifornien einfach mehr Privatsphäre, und das Leben ist insgesamt entspannter." Natürlich würden sie auch in den USA die Paparazzi verfolgen, doch gingen die nicht so aggressiv vor wie in Europa. Zudem gäbe es klare Gesetze, die ihnen das Fotografieren auf Privatgelände untersagen.

Wir resümieren: Er will nach Europa, sie nicht. Neuer Zoff im Hause Beckham scheint also vorprogrammiert. Zumal Victoria ohnehin daran zu knabbern hat, dass David derzeit mehr Aufmerksamkeit bekommt als sie. Zum Glück ist wenigstens in diesem Punkt Entspannung in Sicht, denn Victorias Freund Giorgio Armani, 74, hat sie zur Werbe-Ikone für seine neue Dessous-Kollektion auserkoren. Netter Nebeneffekt: Vic darf endlich auch mal wieder zur Aufbesserung der Haushaltskasse beitragen. Mehr als 13 Millionen Euro kassiert das Ex-Spice-Girl für den Dreijahres-Deal. Dafür nahm die 34-Jährige in Kauf, fast täglich 14,5 Kilometer zu joggen. Sechs Monate lang.

Eine Quälerei, die sich gelohnt hat. Denn Mrs. Beckham sieht auf den im Film-Noir-Stil aufgenommenen Schwarz- Weiß-Fotos sexy und wohlgeformt wie nie aus. Hinter der Kamera agierte übrigens das Duo Mert Alas und Marcus Piggott, die bereits Davids Reize 2008 für die Aufsehen erregende Armani-Unterhosen- Kampagne ins rechte Licht rückten. Eine Extradosis PR, die Victoria erst mal ruhigstellen dürfte, ist somit gesichert. Aber was kommt danach? Wir sind gespannt, wer im Hause Beckham tatsächlich das Zepter in der Hand hält.

Mitarbeit: Frank Siering


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker