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Tödlicher Unfall am Set Alec Baldwins Regieassistent räumt Fehler bei Überprüfung der Waffe ein

Dave Halls gab Alec Baldwin die Waffe
Regieassistent Dave Halls gab Alec Baldwin die Waffe
© CAPITAL PICTURES / Picture Alliance
Er übergab Alec Baldwin die Waffe, mit der der Schauspieler versehentlich Kamerafrau Halyna Hutchins erschoss. In einem Polizeibericht erklärt Regieassistent Dave Halls, was passiert ist. 

Zwei Schlüsselfiguren des tragischen Unfalls am Set von "Rust" sind Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed und Regieassistent Dave Halls. Letzterer hat sich im Bericht der Polizei von Santa Fe zum Unfallhergang geäußert – und selber Fehler eingeräumt. 

Dave Halls gab Alec Baldwin die Waffe

Denn es war Halls, der Alec Baldwin die Requisitenwaffe mit den Worten "kalte Waffe" gab, kalt, also ungeladen. Baldwin probte gerade eine Szene in einer Kirche, richtete die Pistole offenbar auf die Kamera, als sie abfeuerte und Halyna Hutchins im Brustbereich traf. Die Kamerafrau verstarb wenig später an den Folgen der Verletzung. Auch Regisseur Joel Souza traf die Kugel, er wurde im Krankenhaus behandelt. 

Tödlicher Unfall am Set: Alec Baldwins Regieassistent räumt Fehler bei Überprüfung der Waffe ein

"[Halls] wies darauf hin, dass er alle Patronen hätte überprüfen müssen, dies aber nicht tat und sich nicht daran erinnern konnte, ob [Gutierrez-Reed] die Trommel gedreht hatte", heißt es in der eidesstattlichen Erklärung, die Halls selbst abgegeben hat. Er erklärt außerdem, nur drei Patronen gesehen zu haben. "Ich überprüfe den Lauf auf Hindernisse, die meiste Zeit gibt es keinen scharfen Schuss, Hannah öffnet die Luke und dreht die Trommel, und ich sage kalte Waffe", erläutert er den normalen Ablauf am Set. 

Schuldzuweisung von anderen Mitarbeitern

Halls wurde bereits beim ersten Notruf direkt nach dem tragischen Vorfall belastet. Skript-Supervisor Mamie Mitchell rief den Krankenwagen, sagte, es gebe am Set Schussverletzte und beschuldigte dann Regieassistent Halls. "Er soll die Waffen kontrollieren. Er ist verantwortlich dafür, was passiert ist", sagte sie am Telefon. 

"Er sollte unsere letzte Verteidigungslinie sein und er hat uns im Stich gelassen", sagte ein Mitarbeiter der Filmproduktion dem Online-Magazin "Daily Beast". "Er ist die letzte Person, die auf die Waffe schauen sollte."

Verwendete Quelle: "New York Times" / "Daily Beast"

ls

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