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Fall Alec Baldwin Verlobte von getötetem Brandon Lee äußert sich 28 Jahre nach Set-Unfall

Brandon Lee
Brandon Lee in seiner letzten Rolle in "Die Krähe" 1993
© Imago
Eliza Hutton, die Verlobte von Schauspieler Brandon Lee, hat sich nach der Tragödie am Western-Set von Alec Baldwin geäußert. Sie fordert Filmemacher auf, endlich auf echte Waffen zu verzichten.

Der tragische Tod von Kamerafrau Halyna Hutchins am Set des Westerns "Rust" erschüttert Hollywood. Die 42-Jährige starb, weil Schauspieler Alec Baldwin eine Waffe auf sie richtete, die offenbar versehentlich geladen war. So ist der Stand momentan, noch wird der Tathergang untersucht. Das Ganze erinnert an den Fall Brandon Lee, er kam 1993 unter ähnlichen Umständen am Set des Horrorfilms "Die Krähe" ums Leben. 28 Jahre später hat sich nun seine damalige Verlobte zu Wort gemeldet.

Der Tod von Halyna Hutchins sei eine weitere "vermeidbare Tragödie", sagte Eliza Hutton dem US-Magazin "People".  "Vor 28 Jahren war ich vor Schock und Trauer am Boden zerstört, weil ich die Liebe meines Lebens, Brandon Lee, so sinnlos verloren hatte. Jetzt schmerzt mein Herz wieder, ich fühle mit Halyna Hutchins' Mann, ihrem Sohn, und allen, die diese vermeidbare Tragödie hinterlässt."

Hutton fordert Alternativen zu echten Waffen am Set

Brandon Lee, der Sohn von Kung-Fu-Legende Bruce Lee, starb am 31. März 1993 in der letzten Drehwoche von "Die Krähe". Er wurde von einem anderen Schauspieler getötet, der mit einer Waffe auf ihn zielte, die eigentlich nicht geladen sein sollte. Die Hochzeit von Hutton und Lee war für gut zwei Wochen später geplant. Hutton will endlich eine Veränderung bei Filmemachern und Filmemacherinnen sehen. "Ich fordere alle, die die Macht haben, dringend dazu auf, sich Alternativen zu echten Waffen am Set zu suchen", so die 57-Jährige.

Nach Alec Baldwins Todesschuss: Freundin von Kamerafrau Halyna Hutchins erhebt schwere Vorwürfe

Die Produzenten von "Die Krähe" stellten den Film damals trotz des Tods ihres Hauptdarstellers fertig, nutzten ein Double und für die damalige Zeit neuartige Computeranimationen, um ihn für letzte Bilder zum Leben zu erwecken. Wie es mit "Rust" nach dem Tod von Halyna Hutchins weitergeht, ist noch nicht bekannt. In einer Email an die Crew sei von einer Pause und nicht dem Ende der Produktion die Rede gewesen, berichten US-Medien. "In dieser Krise haben wir entschieden, dass wir die Dreharbeiten beenden, zumindest so lange, bis die Untersuchungen abgeschlossen sind", heißt es.

Quellen: "People", "USA Today"

sst

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