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Alexander McQueen: Hommage an den Designer im Metropolitan Museum

Hutmacher Philip Treacy ist einer der vielen Stars der Modewelt, die Alexander McQueen auf der Ausstellungseröffnung des Metropolitan Museum in New York ihren Tribut zollten. Das Werk des Designers McQueen wird in der eigens dafür veranstalteten Ausstellung geehrt.

Treacy zählte zu den geladenen Gästen, die die Show "Alexander McQueen: Savage Beauty" gestern in New York besuchten. Das Kostüminstitut des "Metropolitan Museum of Art" eröffnet offiziell am kommenden Mittwoch die Ausstellung über den verstorbenen Modemacher Alexander McQueen mit dem Titel "Savage Beauty". Die Show zeigt Schlüsselstücke des Designers, einschließlich der Kleider, die er für Givenchy und für sein eigenes Label entwarf.

Lee McQueen, der sich Alexander nannte, beging im vergangenen Jahr Selbstmord, was seine Kollegen, Freunde und Bewunderer erschütterte. Seit dem Tod des Stars übernahm Sarah Burton, seine rechte Hand, den Posten als Chefdesignerin des Labels Alexander McQueen.

Seine Nachfolgerin sprach gestern auf der inoffiziellen Eröffnungsfeier im Museum und gab zu, dass sie seinen Tod immer noch nicht verarbeitet habe. "Er war wirklich ein Genie", sagte sie und erinnerte sich an einen Tag, als er mit Taschen voller Muscheln auftauchte: "Er kam an einem Montagmorgen ins Studio und hatte sie in einer Tasche. Das ganze Studio roch nach Meer." Die Muscheln dienten dem verstorbenen Designer als Inspiration und in der Frühling/Sommer-Kollektion 2011 präsentierte er ein Kleid, dass mit Muscheln verziert war.

Ein weiteres Meisterstück der Ausstellung ist ein weißes Kleid der Herbst/Winter-Kollektion 2006 aus der "Widows of Culloden"-Reihe. Aus Spitze und Tüll gefertigt, ergießt sich der Rock des Gewandes in verschiedenen Lagen bis auf den Boden und dazu trug das Model ein Hirschgeweih, das aus dem gleichen Material gefertigt war. Des weiteren ist ein rotes Kleid aus der "Roten Kollektion" vom Jahre 2001 zu sehen. Das berühmte Stück besteht aus einem mit Federn besetzten Rock, der nach oben hin in einem schmalen Neckholder-Oberteil mündet.

"Für mich fühlt sich das schrecklich an, aber McQueen hätte es geliebt - er hätte so getan, als ob er es nicht mögen würde, doch in Wirklichkeit hätte es ihm gefallen. Und das Hochzeitskleid hätte ihm so viel Bestätigung gegeben. Mode sollte mühelos wirken, aber wenn ich mir die einzelnen Stücke anschaue und wenn ich mir vorstelle, wie viel Aufwand er in jedes einzelne gesteckt hat … und wie ihn am Ende der pure Zwang zur Kreativität umgebracht hat. Er verbreitete von sich die Idee des Enfant terrible, aber eigentlich war er eine sehr nette und freundliche Person - aber er hätte nicht gewollt, dass man das wusste", sagte der Hutmacher Philip Treacy dem britischen "Guardian", während er durch die Ausstellung schritt.

Neben Philip Treacy äußerte sich auch Designerin Stella McCartney über Alexander McQueen als Genie und auch Pop-Superstar Madonna erklärte, dass Fashion sie seit dem Tod des Modemachers eher langweile.

hw/Cover Media / Cover Media