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Alkoholmissbrauch: Promis sagen "Prost"

Sie sind reich, berühmt und sexy, sie werden weltweit von Millionen Fans verehrt - doch nach Drehschluss oder nach der Show schießen sie sich mit Alkohol die Lichter aus. Bei Promis ist Alkolholismus fast eine Berufskrankheit.

Von Karin Spitra

Als Drew Barrymore vor einigen Wochen ihren 30. Geburtstag feierte, hatte sie selbst für Hollywood-Verhältnisse so viel hinter sich wie andere Stars in ihrem ganzen Leben nicht: Sie ist eine der bestverdienenden Schauspielerinnen, erfolgreiche Filmproduzentin, hat bereits einen Stern auf dem Walk of Fame und war zwei Mal verheiratet. Bereits als Einjährige wirkte Baby Drew in einem Werbespot für Hundefutter mit und ihr Pate Steven Spielberg machte sie als Siebenjährige in "E.T." zum Kinderstar. Doch dann erlebte Drew Barrymore auch die Schattenseiten des Ruhms mit Alkohol und harten Drogen. Nach einem Selbstmordversuch, einer Entziehungskur und der Veröffentlichung ihrer Memoiren "Little Girl Lost" schaffte sie erst 1992 mit der Rolle der hübschen, aber bösen Nymphe in "Poison Ivy" ein eindrucksvolles Comeback.

Leider meistern nicht alle Stars den Entzugs- und Therapie-Marathon so erfolgreich wie Drew Barrymore. Die Schauspieler Robert Downey Jr., Nick Nolte oder William Hurt sind zu Recht berühmt für herausragende Schauspielleistungen - und gleichzeitig für wiederkehrende kolossale Abstürze. Legendär auch das Fassungsvermögen von älteren Semestern wie Liz Taylor (lange trocken) oder Liza Minelli (Status unklar). Auch bei den Musikern firmiert der Griff zur Flasche eigentlich unter 'Berufskrankheit'. Wie sehr einem zu viele Drinks das Hirn zerfressen können, führt Ex-Schock-Rocker Ozzy Osbourne anschaulich auf MTV in einer Doku-Soap vor.

Robbie Williams hatte beste Zeit unter Drogen

Popstar Robbie Williams hat während seiner Drogentherapie offenbar nichts dazugelernt. Er würde immer noch Drogen nehmen, wenn er davon nicht dick "wie ein Flugzeughangar" würde, sagte der 30-Jährige dem britischen Sender Radio Real. "Einige der besten Zeiten meines Lebens hatte ich, als ich unter Drogen stand", sagte Williams. Auch nach seinem Entzug sei er "überhaupt nicht sicher", ob er die Finger von Alkohol und Drogen lassen könne. Etwas schlauer sind da schon die bekennenden Ex-Alkies wie Hollywood-Star Robin Williams und Dennis Hopper oder Popstar Elton John.

Der will, seit er erfolgreich trocken wurde, seinen langjährigen Lebensgefährten David Furnish heiraten. "Er ist schlicht der wichtigste Mensch für mich. Ich kann mir ein Leben ohne ihn nicht mehr vorstellen", erzählte der 57-jährige Sänger der Zeitschrift "Gala". Einen genauen Plan für die Hochzeit gibt es aber nicht. Er sei so glücklich wie nie zuvor, betont der vielfache Plattenmillionär. "Ich lebte jahrelang wie ein wildes Tier - Drogen, Alkohol, Depressionen, Selbstmordversuche. In mir steckte ein anderer Mensch. Heute bin ich froh, dass dieser Mensch nicht mehr existiert." Weise Worte. Es will ja nicht jeder enden wie Deutschlands bekanntester Trinker: Harald Juhnke hat sich buchstäblich sein Gehirn weggesoffen.