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Ihre verrückte Welt Anne Heche suchte unter Drogeneinfluss ein Raumschiff in der Wüste

Anne Heche Buch
Bereits im Alter von Anfang Dreißig schrieb Anne Heche ihre Memoiren
© Carlo Allegri/R-Allegri/AP/dpa
Nach dem Tod von Anne Heche sind noch nicht alle offenen Fragen beantwortet. Doch je mehr aus Interviews und den Memoiren ans Licht kommt, desto mehr wird klar, dass Schicksalsschläge die Schauspielerin "verrückte" Dinge tun ließen.

Ihre Memoiren aus dem Jahr 2001 heißen "Call me Crazy" und werden nach dem Tod der Schauspielerin für bis zu 1000 Euro bei Amazon gehandelt. Die Suche nach den Gründen für den Unfall der Schauspielerin ebbt nicht ab. Anfang August raste sie mit ihrem Auto in ein Wohnhaus. Beides ging in Flammen auf, die Schauspielerin kam schwer verletzt ins Krankenhaus. Anne Heche wurde für hirntot erklärt und die Geräte abgestellt. 

In ihrem Buch und in Interviews wird nach Antworten für den Unfalltod gesucht. So fühlte sie sich einst erleichtert, als sie ihr Schicksal mit der Welt teilte: "Alles ist raus, jeder weiß alles. Es fühlt sich gut an. Weißt du, das ist einer der Gründe, warum ich das getan habe: um eine Phase meines Lebens zu beenden, die eine verrückte Zeit war, und um weitermachen zu können. Ein Neuanfang und ein frisches, wunderbares Leben warten auf mich", erklärte Heche damals auf die Frage, warum sie die Memoiren geschrieben habe. 

Schicksalsschläge ließen Anne Heche schon früher "verrückte" Dinge tun

Heche enthüllte nicht nur, dass sie von ihrem Vater sexuell missbraucht wurde, sondern beschrieb auch ihre dreijährige Beziehung zu Ellen DeGeneres und deren tragisches Ende. Die Trennung von der Moderatorin führte damals dazu, dass Heche Stunden danach im Jahr 2000 einen Nervenzusammenbruch erlitt und sich auf einen bedenklichen Trip begab, so das News-Portal "ET Online".

Nach ihrer Trennung soll sie auf einer Autobahn in Kalifornien eine Meile die Straße entlang spaziert sein bis in eine Wüste. Nach einem weiteren Gang durch die Wüste soll sie das Haus eines Fremden erreicht haben. Dieser rief die Polizei. Als sie eintrafen behauptete Heche, sie sei Gott und würde alle "in einer Art Raumschiff" in den Himmel zurückbringen. Später gestand sie Larry King, dass sie einen "Ecstasy-Trip" hatte, als sie aus ihrem SUV stieg und auch noch unter dem Einfluss der Droge stand, als sie diese Aussagen machte.

Auch den Titel ihres Buches "Call me Crazy" wählte Heche laut "ET Online", weil sie sich selbst und die Leute um sie herum sie für verrückt hielten. Auch wenn derartiges nie diagnostiziert wurde. "Ich habe einen Sinn für Humor in Bezug auf mein Leben. Es gibt einige Punkte in dem Buch, von denen ich hoffe, dass sie lustig und unterhaltsam sind und nicht nur von der Tragödie meines Lebens handeln. Denn alle Dinge haben zwei Seiten", so Anne Heche in einem Interview zur Veröffentlichung des Buches. Ihre Memoiren nutzte die damals Anfang Dreißigjährige auch, um ihre Traumata zu verarbeiten.

Quelle: ET Online

ckl

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