Auktion Sotheby's versteigert Johnny Cash-Nachlass


Mit Devotionalien jeglicher Art können sich Fans des verstorbenen Country-Sängers Johnny Cash ab nächster Woche eindecken. Das Auktionshaus versteigert seinen Nachlass, darunter eine Gitarre für 20.000 Dollar.

Ein Jahr nach dem Tod von Johnny Cash wird der Nachlass der amerikanischen Country-Legende und seiner Frau June Carter Cash versteigert. Sotheby's New York versteigert Musikinstrumente, Möbel, Stiefel und Shirts, Schallplatten sowie etliche Grammy-Trophäen des berühmten Paares. Liebhaber können sogar den schwarzen Pickup-Kleinlaster von 2002 erwerben, mit dem Cash in den letzten Monaten seines Lebens nur noch rund 25.000 Kilometer zurücklegte. Er starb am 13. September 2003, seine Frau war bereits im Mai des Jahres gestorben.

Sotheby’s stellte die mehr als 750 Lose am Montag in einem 300-seitigen Auktionskatalog vor. Die Versteigerung soll sich über drei Tage erstrecken, vom 14. bis 16. September.

Gitarre soll 20.000 Dollar einbringen

Zu den Kostbarkeiten gehört eine Fiddle-Gitarre aus Ahorn- und Rosenholz, die in den 1930er Jahren gebaut wurde. Sie könnte nach Sotheby’s vorsichtiger Schätzung bis zu 20.000 Dollar (16.570 Euro) einbringen. Dagegen ist eine von Cashs Lieblingsgitarren, eine "Hummingbird", vermutlich nur 2000 bis 4000 Dollar wert. Weitere Instrumente aus dem Nachlass sind Banjos und mehrere Mundharmonikas.

Versteigert werden auch handgeschriebene Texte, mehrere Goldene und Platin-Schallplatten unter anderem für das Album "I Walk The Line". Ein Paar schwarzer Krokodillederstiefel sollen seinen Erben wenigstens 2000 Dollar einbringen. Sammler mit schmalerem Geldbeutel dürften bei seinen Führerscheinen, Kredit- und Bankkarten sowie Schecks mit seiner Unterschrift mitbieten.

Versteigerung schon zu Lebzeiten geplant

Cash und Carter Cash hatten das Auktionshaus schon Jahre vor ihrem Tod angesprochen und Vorkehrungen für die Versteigerung getroffen, erläuterte Sotheby's Direktorin für Memorabilien, Leila Dunbar, der "New York Daily News". "Sie wollten ihre Besitztümer und Erinnerungsstücke mit dem Publikum teilen und gleichzeitig ihre Familie entlasten", sagte Dunbar.


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