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Beckham-Nachwuchs: "Ein ziemlich dummer Name"

Ganz England spottet über den Namen des neugeborenen Beckham-Sohnes. David und Victoria haben den Kleinen Cruz genannt - eigentlich ein Mädchenname. Die Beckhams stört das wenig.

Das Ehepaar Beckham hat sich mit der Wahl des Namens Cruz für seinen neugeborenen dritten Sohn zum Gespött der britischen Presse gemacht. Spanisch-Experten, die von den Zeitungen zu Rate gezogen wurden, versicherten übereinstimmend, Cruz sei ausschließlich ein Mädchenname, und dazu noch ein altmodischer. "Beckham-Boy Nummer 3 hat von Geburt an ein Kreuz zu tragen", titelte am Montag die "Daily Mail" unter Anspielung auf die Bedeutung des Namens, der übersetzt Kreuz heißt.

"Nur ganz Fromme nennen ihr Kind Cruz"

"Ich glaube, das ist ein ziemlich dummer Name", sagte Lola Oria, Spanisch-Dozentin an der Universität Oxford. "Sie werden damit in Spanien Probleme haben, weil Cruz als Mädchenname betrachtet wird." Für Engländer sei der Name auch ziemlich schwierig auszusprechen. Gema Lopez El Cacho von der Universität Barcelona sagte: "Nur ganz Fromme nennen ihr Kind Cruz." Der stolze Vater David Beckham, der in Spanien für Real Madrid spielt, hatte die Entscheidung so erläutert: "Cruz ist einfach ein Name, der uns gefällt."

Nach Informationen des "Daily Mirror" dachten der 29-jährige Fußballspieler und seine ehemals als Sängerin erfolgreiche Frau Victoria zwischenzeitlich daran, das Kind Jesus zu nennen. Sie seien davon aber wieder abgekommen, weil man ihnen in England dann wohl den Vorwurf gemacht hätte, jetzt komplett größenwahnsinnig geworden zu sein, zitierte die Boulevardzeitung eine nicht näher umschriebene Quelle. Eine Krippenszene im Wachsfigurenkabinett von Madame Tussauds, in der die Beckhams als Maria und Josef dargestellt wurden, hatte vor Weihnachten in London zu Protesten geführt.

Ihren ersten Sohn hatten David und die 30-jährige Victoria auf den New Yorker Stadtteil Brooklyn getauft. Zeitungen berichteten, er sei dort gezeugt worden. Auf den Namen Romeo für ihren zweiten Sohn kamen sie durch eine Fernsehpersiflage, in der zwei stark an die Beckhams erinnernde Figuren ihren Sohn nach dem Helden der Shakespearschen Tragödie "Romeo und Julia" benennen. Ein Medienwissenschaftler kommentierte dies mit den Worten, hier zeige sich, dass manchmal selbst die Hauptdarsteller des modernen Starkults Realität und Fantasie nicht mehr auseinander halten könnten.

DPA / DPA
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