Beerdigung Moshammers letzte Ruhestätte


Auch im Grab bleibt "Mosi" seiner Linie treu. Die Geschichte vom letzten Weg eines berühmten Modeschöpfers.

Rudolph Moshammer wird an der Seite seiner 1993 verstorbenen Mutter in einem Mausoleum auf dem Münchner Ostfriedhof beigesetzt. Der Sarg mit Mutter Else wird nun in einer Gruftnische untergebracht. Moshammers Mahagoni-Sarg hingegen wird mit weißen Lilien und Büscheln roter Nelken geschmückt und dann zunächst in der Mitte auf den Boden gestellt werden.

Die besondere Ruhestätte wurde im Jahr 1898 zusammen mit den anderen Friedhofsgebäuden errichtet. Unter dem tempelartigen Gebäude liegen rund 25 Quadratmeter Gruft. Der Grabbau sei zunächst durch den Hofschuhmachermeister von König Ludwig I. belegt gewesen, sagte der Leiter der städtischen Friedhofsverwaltung, Hubert Huber. Schon 1988 hatte Moshammer das Mausoleum für sich und seine Mutter erworben.

Mode zu Mode

Seit Mitte der 30er Jahre war das Mausoleum nicht belegt. Der berühmte Modeschöpfer stieß auf der Suche nach der geeigneten Grabstätte auf das klassizistisch geprägte Gebäude. "Das Mausoleum hat Herrn Moshammer sehr gut gefallen." Besonders attraktiv an dem Grabbau fand Moshammer, dass dieser vorher ebenfalls von einer Art Modeschöpfer belegt worden war, der sogar mit der Bekleidung eines Königs zu tun hatte. "Mode und Mode passt zusammen." Moshammer soll sogar zuletzt noch über eine Verlängerung nachgedacht haben. "Es hat Gespräche gegeben über weitere 30 oder 50 Jahre." Über den Preis für die Belegung des Mausoleums schwieg sich Huber aus. Insider gehen aber von einem fünfstelligen Euro-Betrag für 50 Jahre aus.

DPA DPA

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