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Prozess in Pennsylvania Jury kann sich nicht einigen - Strafprozess gegen Bill Cosby endet ergebnislos

Bill Cosby
Bill Cosby auf dem Weg zum Gericht
© Picture Alliance
Die Jury kann sich nicht einigen: Der bisher einzige Strafprozess gegen Bill Cosby wegen sexueller Nötigung ist Medienberichten zufolge ergebnislos zu Ende gegangen.

Der bisher einzige Strafprozess gegen Bill Cosby wegen sexueller Nötigung ist Medienberichten zufolge ergebnislos zu Ende gegangen. Es wird möglicherweise neu verhandelt. Die zwölfköpfige Jury konnte sich am Samstag nach mehrtägigen Beratungen nicht auf ein Urteil für den US-Entertainer einigen, wie der Sender CNN und andere US-Medien berichteten.

Die Jury im Strafprozess hat nach sechs Tagen Beratungen nicht entschieden, ob der mittlerweile 79-Jährige wegen sexueller Nötigung verurteilt werden soll. Die fünf Frauen und sieben Männer berieten in Norristown im US-Bundesstaat Pennsylvania mehr als 50 Stunden.

Jury wollte schon einmal aufgeben

Schon am Donnerstag hatte die Jury erklärt, sich nicht einigen zu können. Doch Richter O'Neill hatte sie aufgefordert, weiterzumachen. Die zwölf Geschworenen baten den Richter in dem Verfahren am Freitag, ihnen die Definition für den Begriff des "vernünftigen Zweifels" näher zu erläutern.

Laut US-Gesetz ist es notwendig, dass ein Angeklagter ohne jeden "vernünftigen Zweifel" schuldig gesprochen wird - besteht ein Zweifel an seiner Schuld, muss er freigesprochen werden. Zudem schreibt das US-Rechtssystem in Strafprozessen zwingend eine einstimmige Entscheidung der Geschworenen vor. Wird diese nicht erreicht, ist das Verfahren geplatzt. In diesem Fall kann der Fall noch einmal komplett neu aufgerollt werden.

Die meisten Fälle sind verjährt

Bill Cosby wird von rund 60 Frauen beschuldigt, sie in früheren Jahrzehnten missbraucht zu haben. Da die meisten Anschuldigungen verjährt sind, beschränkt sich das Strafverfahren aber auf einen einzigen Fall aus dem Jahr 2004. Die heute 44-jährige Frau wirft Cosby vor, sie damals in seinem Haus in Philadelphia mit Tabletten betäubt und sich dann an ihr vergangen zu haben. Cosby droht bei einem Schuldspruch eine bis zu 30-jährige Haftstrafe.

dpa/AFP

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