VG-Wort Pixel

Ehrliche Worte "Was, wenn Du einfach nicht mehr da wärst?": Cathy Hummels spricht über ihre Depressionen

Cathy Hummels
Cathy Hummels litt unter Depressionen
© Lino Mirgeler / Picture Alliance
Ihre Fans kennen Cathy Hummels als Yoga-liebende Influencerin. Doch hinter der fröhlichen Fassade steckt eine traurige Vergangenheit, wie die Spielerfrau jetzt in ihrem Buch schildert.

So emotional und nachdenklich kennt man Cathy Hummels eigentlich nicht. Auf ihrem Instagram-Profil zeigt die Influencerin gerne ihre Yoga-Routinen, spricht über das Mama-Dasein oder teilt Rezepte. In ihrem neuen Buch "Mein Umweg zum Glück" zeigt die 32-Jährige jetzt eine andere Seite von sich. Die "Bild"-Zeitung hat einen Ausschnitt vorab gedruckt. Darin schildert Hummels, dass sie bereits mit 16 Jahren an Depressionen erkrankte.

Cathy Hummels litt unter Depressionen

Die Krankheit machte ihr auch noch zu schaffen, als sie mit ihrem damaligen Freund und heutigem Ehemann, Fußballer Mats Hummels, in Dortmund lebte. "Jeder neue Tag war damals eine Herausforderung, ein Kampf mit mir selbst. Ich versuchte so normal wie möglich weiterzumachen, eigentlich hoffte ich aber die ganze Zeit einfach nur, schlafen zu können", schreibt sie. "Im Schlaf kam mein Kopf zur Ruhe und dachte nicht ständig nach. Für einen Moment konnte ich mich dem Schatten entziehen. Wach zu sein war anstrengend, dem Alltag nachzugehen war anstrengend." 

Ihr Umfeld habe damals nichts von den Depressionen gewusst, verrät Hummels. "Oft verstanden die Leute – verständlicherweise – überhaupt nicht, warum ich manchmal unruhig oder apathisch war. Ich machte, so gut es ging, weiter, besuchte Vorlesungen, trieb Sport und versuchte den Haushalt zu bewältigen. Es mag albern klingen, aber allein diese alltäglichen Dinge fielen mir unglaublich schwer. Warum? Weil mein Kopf durchgehend gegen mich arbeitete", schildert sie ihre Qualen und gibt zu, mit den dunkelsten Vorstellungen gekämpft zu haben. "Die Fragen und Gedanken hörten nicht auf zu kreisen. Was, wenn Du einfach nicht mehr da wärst? Dann wäre das Ganze endlich vorbei. Du könntest endlich wieder entspannen", schreibt sie.

Eine Therapie, die sie mit 21 Jahren begann, habe ihr damals geholfen. 

In der Schule wurde sie zur Mobberin

In ihrem Buch erinnert sich die Spielerfrau außerdem an ihre Schulzeit, in der sie selbst zur Mobberin wurde. "In der siebten Klasse war ich Teil einer Mädels-Clique und wie das in dem Alter so ist, testeten wir unsere Grenzen aus. Das taten wir bei denen, die in unseren Augen die vermeintlich Schwächeren waren", schildert die Moderatorin. Auch ein Lehrer wurde zum Opfer der Clique. "Wir lachten über ihn in seiner Gegenwart, wir stichelten gegen ihn, wann immer sich eine Gelegenheit bot, wir mobbten ihn systematisch", erinnert sie sich. 

Sie mobbte, "um cool zu sein", dabei entsprach das Verhalten nicht ihrem Naturell. 

Verwendete Quelle: "Bild"-Zeitung

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

ls

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker