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Charles und Camilla: Hochzeit ohne die Queen

Aufruhr im Königshaus: Bei der standesamtlichen Trauung ihres Sohnes ist die Queen nicht dabei. Dafür aber seine Söhne Harry und William. Nur seine Trauzeugen, die wollen sie nicht sein.

Die britische Königin Elizabeth wird der standesamtlichen Hochzeit ihres Sohnes fern bleiben. Die Queen wird nur an der anschließenden kirchlichen Einsegnung des Paars in der Georgskapelle von Schloss Windsor teilnehmen, wie der Buckingham-Palast zu den Vorbereitungen der Hochzeit von Prinz Charles und Camilla Parker am 8. April mitteilte.

Die Königin trage mit dieser Entscheidung dem Wunsch des Paars Rechnung, die Hochzeit auf protokollarisch niedrigem Niveau zu halten, erklärte ein Sprecher des Buckingham-Palasts. Keineswegs handle es sich um eine Geringschätzung der Hochzeit seitens der Queen. So sei Elizabeth II. "sehr erfreut, den Hochzeitsempfang im Schloss auszurichten".

Eine förmliche kirchliche Heirat wird es nicht geben, weil die Kirche von England traditionell die Eheschließung von Geschiedenen missbilligt, bei denen der frühere Ehepartner noch lebt. Die Ehe von Charles und Prinzessin Diana wurde 1996 geschieden; ein Jahr danach kam Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben. Camilla Parker Bowles ist ebenfalls geschieden, ihr erster Mann ist aber noch am Leben.

Die standesamtliche Trauung findet nicht wie ursprünglich geplant im Schloss Windsor, sondern in der Stadthalle Windsor statt. Damit hat die Öffentlichkeit nach Angaben von Charles’ Büro die Möglichkeit, das Paar bei der Ankunft und Abfahrt von Windsor Town Hall zu sehen. Die anschließende Einsegnung wird vom Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, vorgenommen.

AP / AP
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