Collien Fernandes in emotionalem Statement
Sie war "kurz davor aufzugeben"

Collien Fernandes hat sich mit einem bewegenden Statement zu Wort gemeldet.
Collien Fernandes hat sich mit einem bewegenden Statement zu Wort gemeldet.
© imago/STAR-MEDIA
Nach der Solidaritätsdemo meldet sich Collien Fernandes mit emotionalen Worten. Zeitweise habe sie nicht die Kraft zum Aufstehen gehabt.

Nach der großen Solidaritätskundgebung am Brandenburger Tor am Sonntag hat sich Collien Fernandes (44) am Montagabend mit einer persönlichen Nachricht auf Instagram zu Wort gemeldet. In einem emotionalen Statement schilderte sie die psychischen Belastungen, die der langjährige Kampf gegen die digitale Gewalt bei ihr hinterlassen hat.

Besonders eindringlich äußerte sich Fernandes über ihren Gesundheitszustand im vergangenen Jahr. Es habe Phasen gegeben, in denen sie "sehr unter die Räder" gekommen sei und aufgrund massiver Erschöpfung kaum in der Lage war, ihren Alltag zu bewältigen.

Die Moderatorin gab zu, dass sie zeitweise "nicht mehr aufstehen konnte und wollte", da die Auseinandersetzungen um den Opferschutz sie physisch und psychisch an ihre Grenzen gebracht hätten. Fernandes machte deutlich, dass sie kurz davor stand, den "Kampf" für bessere rechtliche Rahmenbedingungen aufzugeben.

Collien Fernandes ist dankbar für die Solidarität

Angesichts der zehntausenden Menschen bei dem Protest in Berlin am Sonntag fühle sie sich auf ihrem Weg nun aber nicht mehr allein. Die Anteilnahme und die Solidarität der Öffentlichkeit bezeichnete Fernandes als überwältigend und als entscheidenden Rückhalt, um den Einsatz für einen verbesserten Opferschutz fortzusetzen.

Am 22. März versammelten sich in Berlin nach Angaben der Polizei rund 6.700 Menschen vor dem Brandenburger Tor, die Veranstalter sprachen sogar von 13.000 Teilnehmenden. Initiiert hatte die Demonstration ein neu gegründetes Bündnis namens "Feminist Fight Club!". Angemeldet worden waren ursprünglich lediglich 500 Personen. Auch ein Statement von Fernandes wurde verlesen: "Ich freue mich über jeden, der für dieses wichtige Thema auf die Straße geht", hieß es darin.

Collien Fernandes hatte vor wenigen Tagen in einem Bericht des "Spiegel" schwere Anschuldigungen gegen Christian Ulmen erhoben. Dabei geht es um Identitätsdiebstahl, Körperverletzung, schwere Bedrohung und psychische Gewalt. Jahrelang wurden gefälschte pornografische Fotos und Videos von ihr über Fake-Profile im Internet verbreitet, laut Fernandes steckt dahinter ihr Ex-Ehemann. Ende 2025 hat sie in Spanien Anzeige erstattet.

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