Vorwurf "digitale Vergewaltigung“
"Armselig" – Collien Fernandes reagiert auf Ulmens Statement

Collien Fernandes spricht auf der Bühne auf dem Hamburger Rathausmarkt
Collien Fernandes spricht auf der Bühne auf dem Hamburger Rathausmarkt während der Demonstration gegen sexualisierte Gewalt gegen Frauen
© Marcus Brandt / DPA
Moderatorin Collien Fernandes hat entsetzt auf ein Schreiben von Christian Ulmens Rechtsanwalt reagiert. Darin lässt ihr Ex-Mann Vorwürfe gegen sich zurückweisen.

Schauspielerin und Moderatorin Collien Fernandes hat auf die Zurückweisung der Vorwürfe, die sie gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen erhoben hat, mit Entsetzen reagiert. In einem Pressestatement hatte Ulmens Anwalt am Freitag die Anschuldigungen gegen seinen Mandanten bestritten. Das sei „ein Nebenschauplatz, den die Gegenseite nun aufzublasen versucht. Und das finde ich unfassbar armselig,“ sagte Fernandes daraufhin der „Bild“-Zeitung. Mit ähnlichen Worten hatte sie zuvor auf Instagram reagiert.

Weiter sagte sie, das Bestreiten der Vorwürfe schockiere sie „mittlerweile fast noch mehr, als der Missbrauch, den ich über so viele Jahre hinnehmen musste. Der Albtraum hört nicht auf!“ Die entscheidende Frage sei doch: „Herr Ulmen, haben Sie im Namen Ihrer Frau in den letzten zehn Jahren zahlreiche Fake-Profile erstellt und darüberpornografischess Material verbreitet?“

Collien Fernandes bekräftigt Vorwürfe

Fernandes hatte im „Spiegel“ massive Vorwürfe gegen Ulmen erhoben, mit dem sie lange verheiratet war und eine gemeinsame Tochter hat. Es geht um das Erstellen von Fake-Profilen in ihrem Namen, die Ulmen für Sex-Chats und Telefon-Sex genutzt haben soll. Zudem wirft sie ihm vor, Deepfake-Pornos, die von ihr im Internet kursieren, an die Kontakte verschickt zu haben. 

Jetzt bekräftigte sie ihre Anschuldigungen: „Er hat pornografische Videos und erotische Fotos verschickt. Dabei war ihm wichtig, dass alles glaubwürdig wirkt und dass das erotische Material privat anmutet, so als habe ich mich heimlich beim Sex gefilmt, selbst nackt aufgenommen. Welche Technik dabei verwendet wurde, muss vor Gericht geklärt werden“, sagte sie der „Bild“.

Zudem wirft sie ihrem Ex vor, gewalttätig gewesen zu sein. Konkret geht es um einen Vorfall auf Mallorca im Januar 2023, der von der Polizei dokumentiert wurde. Dazu teilte Ulmens Anwalt Christian Schertz mit: „Es kam zu keinerlei einseitigen Gewalthandlungen und/oder Bedrohungen unseres Mandanten.“ Schertz sprach von „körperlicher Gewalt an unserem Mandanten, der eine Verletzung am Hals aufwies“.

Blaue Flecken am ganzen Körper

Dazu Fernandes: „Oh mein Gott! Ich glaube es nicht! Er hatte einen kleinen Kratzer am Hals (weil mir ein Nagel eingerissen war) und hat selbst der Polizei gegenüber geäußert, dass ich ihm keinerlei Gewalt angetan habe. Und nun wird von einer Verletzung am Hals geschrieben, während ich am ganzen Körper blaue Flecken hatte, dies ist nachweislich dokumentiert. Wahnsinn!!“, schrieb sie in einem Instagram-Post.

Und weiter: „Ich weiß gerade gar nicht, was ich sagen soll. Für so armselig hätte ich den Täter nicht gehalten.“

Um ihre Vorwürfe zu untermauern, sagte sie der „Bild“: „Am Folgetag wurde eine Verhandlung vor Gericht angesetzt. Ich wurde gefragt, ob ich ihn anzeigen möchte. Umgekehrt stand es nie zur Debatte! Ich habe die Anzeige fallen lassen beziehungsweise gesagt, dass ich nichts weiter verfolgen möchte.“

Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

Quellen: Bild“, Instagram.

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