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Coronavirus: "Gierige, virusmachende Bastarde": Bryan Adams entschuldigt sich nach Rassismus-Vorwürfen

Bryan Adams ist wütend, weil seine Konzerte in der Royal Albert Hall wegen des Coronavirus abgesagt werden mussten. Auf Instagram machte er seinem Ärger Luft – mit Konsequenzen. 

Bryan Adams

Bryan Adams wird Rassismus vorgeworfen

Picture Alliance

Bryan Adams ist wütend und enttäuscht, nachdem seine Konzerte in der Royal Albert Hall wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden mussten. Doch die Art und Weise, wie er sich darüber nun aufgeregt hat und besonders seine Wortwahl stoßen vielen Menschen im Netz übel auf.

Bryan Adams regt sich über Corona auf

"Dank einiger verfickter Fledermaus-essender, Tiere auf dem Markt verkaufender, virusmachender, gieriger Bastarde, ist die ganze Welt nun auf Eis gelegt, ganz zu schweigen von den Tausenden, die an diesem Virus gelitten haben oder daran gestorben sind", schrieb Adams kürzlich zu einem Video von sich auf Instagram. "Meine Botschaft an die ist, außer 'vielen Dank': Werdet endlich vegan", fügte er hinzu.

Ziemlich eindeutig, wem der 60-Jährige da enorm vereinfacht die Schuld in die Schuhe schiebt: den Einwohnern der chinesischen Metropole Wuhan. Ein Narrativ, das in den vergangenen Wochen des Öfteren - auch von Präsident Trump - angebracht wurde, dadurch aber nicht weniger rassistisch ist. Umso heftiger die Kritik, die Adams für sein Posting erhielt.

Er entschuldigt sich

"Ich entschuldige mich bei allen, die sich gestern an meinem Posting gestört haben. Das ist keine Ausrede, ich wollte nur darüber schimpfen, dass die schreckliche Tierquälerei in diesen Märkten die mögliche Quelle des Virus ist und für Veganismus werben", versuchte er, sich zu erklären.

Collage: Autokino, küssendes Ehepaar

"Ich habe Liebe für alle Menschen, und meine Gedanken sind bei allen, die weltweit mit dieser Pandemie zu tun haben", beendete er seine Entschuldigung. 

Nicht alle zeigen sich versöhnlich. "Gerade jetzt braucht die Welt deine rassistischen Ansichten nicht. Sei Teil der Lösung als des Problems. Auf Instagram durchzudrehen teilt uns nur in verschiedene Lager", schreibt ein Nutzer unter dem Post. Ein anderer nannte die Erklärung "eine der schwächsten Entschuldigungen". 

ls

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