Daniel Küblböck 25.000 Euro Strafe für die Unfallfahrt


Das Urteil im Verfahren gegen Daniel Küblböck: 25.000 Euro Strafe und acht Stunden Sozialarbeit. Küblböck hatte vor vier Monaten beim Fahren ohne Führerschein einen schweren Autounfall verursacht.

Der Popsänger Daniel Küblböck ist vom Amtsgericht Eggenfelden in Niederbayern wegen fahrlässiger Körperverletzung und Fahrens ohne Führerschein zu einer Geldzahlung von 25.000 Euro nach Jugendstrafrecht verurteilt worden. Außerdem muss er acht Stunden Sozialarbeit leisten. Das Urteil wurde sofort rechtskräftig, weil Staatsanwaltschaft und Verteidigung es annahmen.

Mit seinem Urteil ging der Richter über die Forderung des Staatsanwaltes hinaus. So hatte sich der Anklagevertreter gegen Sozialarbeit ausgesprochen, weil diese zu einem Medienspektakel werden könnte. Küblböck kündigte an, den eintägigen Arbeitseinsatz in einem Kloster absolvieren zu wollen. Der Richter hatte ihm dies vorgeschlagen, um ihn gegen Sensationsgier abzuschirmen.

"Keine schädlichen Neigungen"

Der Staatsanwalt hatte eine Geldauflage von 25.000 Euro und keine Sozialarbeit beantragt, die Verteidigung eine Summe von 15.000 Euro. Küblböck hatte am 24. Februar in der Nähe von Pfarrkirchen in Niederbayern einem Lastwagen die Vorfahrt genommen. Beim Zusammenstoß wurden die Autobesitzerin und er verletzt. Eine weitere Beifahrerin und der Lkw-Fahrer blieben unverletzt. Das Gericht vernahm als Zeugen den Lkw-Fahrer und die Beifahrerin. Der Staatsanwalt forderte keinen Jugendarrest und erklärte zur Begründung, Küblböck habe keine schädlichen Neigungen gezeigt, und bei ihm sei eine Reifeverzögerung festgestellt worden.

AP AP DPA

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