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Dianas Geständnis: Charles war "wie ein Hündchen"

Der US-Fernsehsender NBC hat erstmals private Videoaufnahmen von Prinzessin Diana ausgestrahlt. Darin spricht sie offen über ihre Kindheit, ihre Beziehung zu Charles, den ersten Kuss und ihre Bulimie.

Private Videoaufnahmen von Prinzessin Diana, in der sie sehr offen und persönlich über ihr Leben spricht, sind in der Nacht zum Dienstag erstmals vom US-Fernsehsender NBC ausgestrahlt worden. Die britische Prinzessin, die 1997 bei einem Autounfall ums Leben kam, erzählt darin von ihrer Kindheit, ihrem unglücklichen Sexleben mit Prinz Charles, analysiert ihre Bulimie und beschreibt ihren missglückten Hilferuf an die Queen, die sie die "Top Lady" nennt. Die Videoaufnahmen entstanden zwischen 1992 und 1993 im Kensington-Palast, kurz nach der Trennung von Charles nach elf Jahren Ehe.

"Wir haben uns nur 13 Mal getroffen, bevor wir geheiratet haben", sagt die Prinzessin über ihre Beziehung zu Thronfolger Charles, in den sie sich als 19-Jährige verliebte. Ihr erster Kuss sei sehr seltsam gewesen. "Er warf sich auf mich und begann, mich zu küssen und alles. Und ich dachte: Oje! Das macht man eigentlich nicht. Und dann ließ er mich den Rest des Abends nicht mehr aus den Augen, folgte mir überall hin. Wie ein Hündchen. Ich fühlte mich geschmeichelt, aber ich war verwirrt." Danach habe er manchmal täglich angerufen und dann wochenlang nicht mehr.

Ihre sexuellen Beziehungen seien nach der Geburt der beiden Söhne William und Harry, schon Jahre vor der eigentlichen Trennung, eingeschlafen und "sehr seltsam" gewesen, so Diana. Die Prinzessin erscheint auf den Videoaufnahmen sehr gelassen, natürlich und selbstbewusst. Sie sitzt auf einer rot-weiß gestreiften Couch, trägt eine gestreifte Bluse und einen dunklen Blazer darüber.

Nach dem Sensations-Buch "Diana, ihre wahre Geschichte" des britischen Biografen Andrew Morton sind die Enthüllungen nicht ganz neu. Zur Zeit der Videoaufnahmen hatte Diana den Sprachtrainer Peter Settelen engagiert, um ihre öffentlichen Auftritte zu verbessern. Es entstanden rund 20 Videokassetten, die Settelen aufnahm.

DPA / DPA