DIETER BOHLEN Verlag muss die Auslieferung der Biografie stoppen


»Das Buch ist erstmal platt«, freut sich Anwalt Joachim Steinhöfel. Er hat erwirkt, dass der Heyne-Verlag die Bohlen-Biografie vorerst stoppen muss. Warum? Dieter sagt offenbar doch nicht nur die Wahrheit.

Die Autobiografie Dieter Bohlens hat dem Müncher Heyne-Verlag den ersten juristischen Ärger beschert. In einer stern.de vorliegenden Unterlassungserklärung verpflichtet sich der Heyne-Verlag »es zu unterlassen, das Buch «Nichts als die Wahrheit» zu vertreiben, sofern im Bezug auf die Haare von Frau Ab del Farrag die nachfolgende Aussage darin enthalten ist: «Die hatte Herr Reza Homam auf dem Gewissen, ein berüchtigter Visagist, der ihr beim Extensions-Anschweißen fast die Haarwurzeln weggeschmurgelt hatte.»

»Das Buch ist erstmal platt«

Visagist Homann hatte die Unterlassungs-Erklärung erwirken lassen, ihm liegt nach eigener Aussage eine eidesstattliche Erklärung von Frau Ab del Farrag alias »Naddel« vor, in der sie Bohlens Aussage bestreitet. Homams Anwalt Joachim Steinhöfel frohlockt: »Das Buch ist erstmal platt.«

Beim Heyne-Verlag dagegen gibt man sich gelassen: »Wir halten das für einen Nebenkriegsschauplatz«, sagt Sprecherin Claudia Limmer. Gegenüber dem Verlag habe Bohlen behauptet, dass »Naddel zu ihm gekommen ist, und ihn ausdrücklich vor dem Visagisten Homam gewarnt hat.«

Noch mehr Unwahrheiten?

Bis Donnerstag, 24 Uhr, dürfe man die bereits gedruckten Bücher noch ausliefern, danach komme nur noch eine Auflage in die Läden, in der der »Haare-Satz« nicht mehr enthalten sei. »Und an dieser veränderten Auflage drucken wir bereits.« Vertriebsleiter Markus Klose ist naturgemäß etwas verschnupft: »Schade, wir waren gerade so schön in Schwung.« Anwalt Steinhöfel dagegen ist sicher, »dass es noch weitere Menschen gibt, über die Bohlen die Unwahrheit verbeitet hat.«


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker