Donald Trump
Er glaubt, Fanta tötet Krebszellen

Laut eigener Überzeugung gesund dank Fanta, Cola und Co: Donald Trump.
Laut eigener Überzeugung gesund dank Fanta, Cola und Co: Donald Trump.
© imago/UPI Photo / Salwan Georges/
Fanta, Süßigkeiten und eine sehr eigenwillige Krebstheorie: Donald Trumps Zauberdoktor Dr. Oz packt über Trumps Ernährung aus.

Wenn der Präsident der Vereinigten Staaten Gesundheitsexperten empfängt, könnte man erwarten, dass dabei ernste Themen besprochen werden. Was Dr. Mehmet Oz dagegen aus seinen Begegnungen mit Donald Trump zu berichten hat, klingt eher wie eine Anekdote aus einem Slapstick-Film.

Der 65-jährige Leiter des Centers for Medicare & Medicaid Services (CMS) ist als TV-Arzt unter anderem in der Sendung von Oprah Winfrey bekannt geworden und war am Dienstag (14. April) zu Gast im Podcast "Triggered" von Donald Trump Jr. Dort ließ er sich dazu hinreißen, Einblicke in die Ernährungsphilosophie des Präsidenten zu geben.

Candy, Cola und eine Krebstheorie

Die Mahlzeiten des Präsidenten beginnen laut Dr. Oz offenbar nicht mit Haferflocken oder einem grünen Smoothie. "Er fängt zuerst mit Schokoriegeln an", erzählt der Mediziner. Weiterhin großer Beliebtheit erfreut sich offenbar auch der von Trump eigens im Oval Office installierte Cola-Knopf: "Er drückt den roten Knopf. Und dann kommt die Diät-Limonade", berichtete Oz, während Trump Jr. im Hintergrund lachte.

Trump soll die Diät-Cola nicht nur aus Genuss trinken, sondern aus gesundheitlicher Überzeugung - begründet mit einer bemerkenswert eigenwilligen Logik. "Dein Vater behauptet, dass Diät-Cola gut für ihn ist, weil sie Gras abtötet, wenn man sie darübergießt - und deshalb müsse sie auch Krebszellen im Körper abtöten", gab Dr. Oz wieder. "Ich werde das besser gar nicht kommentieren." Medizinisch gibt es für diese Theorie keinerlei Grundlage; im Gegenteil gilt hoher Zuckerkonsum als Risikofaktor für zahlreiche Erkrankungen.

Fanta auf der Air Force One

Auch an Bord der Air Force One begegneten Dr. Oz die süßen Softdrinks. Oz schilderte, wie er dort hereinkam und auf dem Schreibtisch des Präsidenten eine Flasche orangefarbener Fanta entdeckte. "Ich sage: 'Das kann nicht Ihr Ernst sein.' Und er grinst mich leicht verlegen an." Doch Trump ließ sich von der Skepsis seines Gesundheitsberaters nicht beirren: "Er sagt: 'Weißt du, das Zeug ist gut für mich. Es tötet Krebszellen.' Und dann erklärt er mir: 'Der Saft ist frisch gepresst. Wie schlimm kann das also sein?'"

Trump Jr. gab sich Mühe, die Ernährungsgewohnheiten seines Vaters in ein günstigeres Licht zu rücken. Angesichts von Trumps "Energielevel, Erinnerungsvermögen und Ausdauer" mutmaßte er, sein Vater "liegt vielleicht gar nicht so falsch". Angeblich habe Trump Zeit seines Lebens weder Alkohol noch Drogen konsumiert. Über den Cola-Knopf oder die große Schale mit Süßigkeiten mache er immer Witze, das sei sein Alkohol, erklärte sein Sohn.

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