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Donna Summers Beerdingung in Nashville: Trauerfeier im kleinen Kreis für die "Disco Queen"

Letzter Gruß mit weißen Rosen: In einer Kirche in Tennessee haben sich mehr als 1000 Freunde und Verwandte von "Disco Queen" Donna Summer verabschiedet.

Von Frank Siering, Los Angeles

Eine kleine Kirche in Nashville, Tennessee, die engsten Familienmitglieder und einige geladene Freunde. Ein paar Reden, die das Leben einer Frau zelebrierten, die als "Disco Queen" Millionen von Fans für immer in Erinnerung bleiben wird.

Die Familie von Summer hatte Ort und Zeitpunkt der Trauerfeier lange Zeit geheimgehalten. Wohl auch, um einen Fanauflauf zu vermeiden. Summer war am 17. Mai an den Folgen von Lungenkrebs in Florida gestorben. In der Christ Presbyterian Church hatten sich rund 1000 Trauergäste versammelt, um Abschied zu nehmen. Darunter auch die engen Freunde David Foster und Giorgio Moroder.

Weiße Rosen zum Abschied

Die Trauerfeier begann gegen 14 Uhr Ortszeit. Die Kirche wie auch der Eichensarg Summers waren mit weißen Rosen, ihren Lieblingsblumen, geschmückt.

Das Programmheft für die Feier wurde vorab vom Online-Portal TMZ.com veröffentlicht. Darin waren die Redner an diesem Nachmittag aufgelistet. Die Schwestern der Sängerin sangen zusammen mit dem Kirchenchor "We've Come This Far By Faith" (Wir sind soweit durch unseren Glauben gekommen). Summers Bruder Ricky Gaines hielt ebenfalls eine Rede.

Emotional wurde es, als einige Freundinnen Anekdoten aus dem Leben von Donna Summer mit der anwesenden Trauergemeinde teilten. Die "girlfriend stories" porträtierten Summer als eine bescheidene Frau mit einem guten Sinn für Humor.

"I feel love" als Kulturgut

Musikproduzent David Foster - er hatte in der Vergangenheit sehr häufig mit Summer zusammengearbeitet - verabschiedete sich mit dem Song "The Prayer" von seiner "guten Freundin Donna". Summers Manager hatte schon kurz nach dem Tod der Sängerin die Fans darum gebeten, anstatt von Blumen eine Spende an die Heilsarmee weiter zu reichen.

Am Abend zollten im US-Fernsehen im Rahmen der Talentshow "American Idol" diverse Stars Summer noch einmal Tribut. Darunter auch einige gute Freunde der Sängerin. So standen Gladys Knight, Nelly Furtado, Sheila E und auch Jennifer Holliday auf der Bühne.

Summers Song "I feel love" - das wurde gestern ebenfalls bekanntgegeben - soll als eine von 25 Aufnahmen in die National Recording Registry der Library of Congress aufgenommen werden. Eine Ehre, die nur sehr wenigen Künstlern zuteil wird. Präsident Barack Obama über Donna Summer: "Ihre Stimme wird für immer unvergessen bleiben."

Krebserkrankung geheim gehalten

Summer, die in den 60er Jahren in Deutschland ihre Karriere startete und auch fließend Deutsch sprach, stammte ursprünglich aus Boston, Massachusetts. Sie hinterlässt Ehemann Bruce Sudano, die Tochter Brooklyn und Amanda und Tochter Mimi aus einer ersten Ehe.

Zu ihren größten Hits in ihrem umfangreichen Songkatalog zählten "She Works hard for the Money", "Hot Stuff", "Love to Love You Baby" und "Bad Girls". Die in aller Welt als "Disco Queen" bekannte Summer hatte zu ihren Glanzzeiten vier Single-Auskopplungen in nur 13 Monaten auf Platz eins der Billboard Charts.

Ihre Krebserkrankung hielt Summer lange Zeit geheim. "Donna war immer schon ein sehr privater Mensch. Aber auch ich ahnte, dass irgendetwas nicht in Ordnung war mit ihr, als sie im letzten Jahr sehr lukrative Jobangebote ohne Begründung einfach ablehnte", so Anwalt Gerry Rosenblatt, der Summer seit den 80er Jahren juristisch beraten hatte.

  • Frank Siering