Drogenszenario um Kate Moss Viel Schnee um nichts

Es war ein hässlicher Drogenskandal, der um Supermodel Kate Moss in diesem Jahr aufkam. Das erschreckende daran: Die gesamte Werbe- und Modelszene stellte sich gegen die Britin. Aber die Gefallene hat gekämpft.

Alles begann im September mit einem Video, das Kate Moss beim Schnupfen von Kokain zeigte. Auf dem Video war zu erkennen, wie sie eine "größere Menge" Kokain aus ihrer Handtasche herausholt und auf einer CD-Hülle zum Schnupfen vorbereitet. Das britische Boulevardmagazin "The Daily Mirror" hatte Fotos daraus veröffentlicht, die um die ganze Welt gingen.

In den Medienberichten war der Sänger und Freund von Kate Moss, Pete Doherty, für den "Abstieg" des Topmodels verantwortlich gemacht worden. Er habe ein schlechtes Image, sei für seinen Drogenkonsum bekannt und schade ihrem Ansehen, hieß es.

Das Model wird fallen gelassen

Eine öffentliche Hetzjagd begann. In der Modebranche hinterließen die Bilder einen Schock. Hennes & Mauritz und Burberry kündigten die Werbeverträge mit dem Star. Chanel gab bekannt, man habe sowieso nicht vorgehabt, mit ihr weiterzuarbeiten. Es hieß, ihre Karriere sei vorbei.

Ehrgeiziger Entschluss: Drogentherapie

Daraufhin fasste die 31-jährige Mutter Ende September den Entschluss, in eine private Entzugsklinik in Arizona zu gehen. Ein radikaler Schritt, der nicht nur von Freunden unterstützt wurde. Nach einem Monat hatte Moss die Klinik erholt verlassen und kündigte an, ab November wieder auf dem Laufsteg zu sein. Plötzlich winkten neue Aufträge: Der Pirelli-Kalender 2006 und doch wieder H&M.

Nichts berauscht mehr als ein Comeback

Nach einem Monat absoluter Ruhe war Kate jedenfalls zurück im Rampenlicht. Und das nicht irgendwo, sondern gleich auf dem Cover der amerikanischen Boulevard-Zeitung "Vanity Fair". Ihre Agentur veröffentlichte zudem ein Foto, das die Schönheit beim Shooting auf Ibiza zeigte. Dort ließ sie sich unter anderem für die US-Ausgabe der "Vogue" in Bikinimode des Designers Roberto Cavalli ablichten. Den Anfang hat sie gemacht, die Karriere scheint gerettet. Nach ihrem Erfolgserlebnis wolle Moss die Finger von Drogen lassen. Ob ihr Freund Pete Doherty sie dabei unterstützen kann?

DPA/soph DPA

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