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Emanuel Ungaro: Modeschöpfer giftet gegen Lindsay Lohan

Die Zusammenarbeit sei ein "Desaster": Mit diesen Worten wettert Emanuel Ungaro gegen Lindsay Lohan. Dabei sollte das It-Girl die französische Modemarke verjüngen helfen.

Der französische Modeschöpfer Emanuel Ungaro hat die Zusammenarbeit zwischen dem Modehaus unter seinem Namen und der US-Schauspielerin Lindsay Lohan als "Desaster" bezeichnet. Er sei "wütend", dass Lohan zur künstlerischen Beraterin des Modehauses ernannt worden sei, sagte der Couturier laut Presseberichten vom Dienstag beim Filmfestival im portugiesischen Estoril. Ihm seien jedoch die Hände gebunden, weil er keinerlei Verbindung mehr zum Modehaus Ungaro habe, das seit seinem Ausstieg im Jahr 2005 einem US-Investmentfonds gehört.

Lohans Einstand als Beraterin bei Ungaro war bei den Modenschauen in Paris im Oktober von der Kritik als katastrophal verrissen worden. Die "Los Angeles Times" giftete, Lohan sei nach der Ungaro-Schau mit Tränen in den Augen auf den Laufsteg gekommen - "und man versteht warum". Das Modehaus hatte die Jungschauspielerin seiner spanischen Designerin Estrella Archs zur Seite gestellt, um das Label "jünger und cooler" zu machen. Zur Begründung hieß es auch, Lohan habe schon mit 13 Jahren ihren ersten Ungaro-Mantel getragen.

Lohan galt zeitweise als hoffnungsvollster Hollywood-Jungstar. In den vergangenen Jahren machte der einstige Disney-Kinderstar dann jedoch vor allem mit Trunkenheitsfahrten, Entziehungskuren und einem exzessiven Nachtleben Schlagzeilen. Im vergangenen Jahr erhielt sie zwei "Goldene Himbeeren" für die schlechteste schauspielerische Leistung 2008.

AFP / AFP