Anzeige gegen Christian Ulmen
Staatsanwaltschaft Potsdam übernimmt Ermittlungen im Fall Fernandes

Im September 2025 gaben Christian Ulmen und Collien Fernandes ihre Trennung nach 14 Ehejahren bekannt
Im September 2025 gaben Christian Ulmen und Collien Fernandes ihre Trennung nach 14 Ehejahren bekannt. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter.
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Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen. Ermittlungen der Staatsanwaltschaft werden nun an ihrem früheren Wohnort weitergeführt.

Im Fall von Collien Fernandes gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft Potsdam. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft.

„Die Akten der Staatsanwaltschaft Itzehoe zu diesem Verfahren sind mittlerweile bei uns eingetroffen. Im Ergebnis der Zuständigkeitsprüfung ist das Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Potsdam übernommen worden“, erklärte sie.

Seinen Ursprung hat der Fall im November 2024 mit einer Strafanzeige von Fernandes selbst. Die Moderatorin und Schauspielerin erstattete Anzeige gegen unbekannt – wegen des Verdachts, dass jemand ein gefälschtes Profil von ihr in sozialen Netzwerken angelegt und pornografische Inhalte verbreitet hätte. Zunächst übernahm die Staatsanwaltschaft Berlin die Sache, gab das Verfahren dann aber nach Itzehoe ab. Der Grund dafür war offenbar, dass Fernandes einen Wohnsitz in Schleswig-Holstein hatte und dort auf den Tatvorwurf aufmerksam wurde.

Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe

Im Juni 2025 stellte die Behörde in Itzehoe das Verfahren zunächst ein. Das änderte sich, nachdem der „Spiegel“ berichtet hatte, dass Fernandes ihren Ex-Mann Christian Ulmen für die Vorgänge verantwortlich macht. Er habe sie „digital vergewaltigt“. Die Ermittlungen wurden Ende März wiederaufgenommen. Vergangene Woche kündigte die Staatsanwaltschaft Itzehoe dann an, die Akten nach Potsdam übermittelt und um Übernahme des Verfahrens gebeten zu haben.

In Potsdam hatte das einstige Paar vor dem Umzug 2023 nach Mallorca gelebt. Die dortige Staatsanwaltschaft Potsdam will nun laut der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ nochmals überprüfen, „ob sich ein Anfangsverdacht begründen lässt“. Unter Umständen werde man weitere Unterlagen von Fernandes als Anzeigenerstatterin anfordern. Zudem soll geprüft werden, ob eine Vernehmung nötig sei. Bei mutmaßlichen Straftaten im digitalen Raum richte sich die Zuständigkeit in der Regel nach dem Wohnort der angezeigten Person.

Spanische Justiz gibt Fall nach Deutschland ab

Derweil gaben die Justizbehörden in Palma de Mallorca bekannt, dass die spanische Justiz ihre Ermittlungen nicht weiterverfolgt. Auch auf Mallorca hatte Fernandes Anzeige gegen Ulmen erstattet. Die zuständige Ermittlungsrichterin habe jedoch „die fehlende Zuständigkeit der spanischen Gerichte“ festgestellt und angeordnet, das Verfahren und sämtliche Akten an die zuständige deutsche Staatsanwaltschaft abzugeben. Ob Potsdam auch die Strafanzeige von Fernandes gegen Ulmen auf Mallorca übernehme, sei noch nicht bekannt, sagte die Sprecherin.

Auf Anfrage des stern antworteten Ulmens Anwälte mit einem allgemeinen Statement. Konkrete Fragen zu den Vorwürfen blieben unbeantwortet. Es heißt dort lediglich, in dem „Spiegel“-Bericht würden „unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung verbreitet“. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.

SpotOnNews
jum

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