HOME

Gerichtsverfahren: Beweismaterial im Jackson-Prozess zugelassen

Die Anwälte von Michael Jackson haben im Vorfeld des Prozesses gegen den Popstar eine Schlappe erlitten. Ein Richter hat mehrere Beweisstücke zugelassen, die bei einer Razzia auf Jacksons Neverland Ranch sichergestellt wurden.

Im Prozess gegen Michael Jackson hat der Richter vorläufig zahlreiche auf der Ranch des Popstars sichergestellte Beweisstücke zugelassen. Gerichtsunterlagen zufolge handelt es sich dabei um mehrere Computer und Disketten sowie eine Musikkassette mit einer Kinderstimme. Die Gegenstände hatten die Ermittler bei der Durchsuchung der Neverland-Ranch in einem Safe in Jacksons Badezimmer entdeckt.

Die Verteidiger des Popstars wollten die Zulassung der Beweismittel verhindern. Nach ihrer Darstellung übertraten die Justizbeamten von Santa Maria bei der Razzia im November 2003 die Befugnisse des Durchsuchungsbefehls. Dieser Argumentation schloss sich Richter Rodney Melville am Montag nicht an. Seine Entscheidung ist aber nicht endgültig. Bis zur nächsten Anhörung am 16. September können Verteidigung und Staatsanwaltschaft dazu Stellung nehmen.

Jackson wird unter anderem zur Last gelegt, einen Jungen mit Alkohol gefügig gemacht und sexuell misshandelt zu haben. Der 45 Jahre alte Popstar befindet sich gegen eine Kaution von drei Millionen Dollar auf freiem Fuß. Der Beginn des Prozesses wurde auf den 31. Januar festgelegt.