HOME

Geständnis: Will.I.Am leidet an ADHS

In einem Interview hat der US-Rapper erstmals über seine ADHS-Störung gesprochen. Statt mit Ritalin bekämpft Will.I.Am seine Hyperaktivität mit Musik.

Mutiges Geständnis: Der Black-Eyed-Peas-Sänger Will.I.Am hat mit dem sogenannten Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätssyndrom - kurz ADHS - zu kämpfen. Wie der erfolgreiche Musiker im Interview mit der britischen Zeitung "The Mirror" zugibt, leidet er schon seit vielen Jahren an der Störung, die von Impulsivität, Zerstreutheit und einem übermäßigen Bewegungsdrang geprägt ist.

Trotzdem könne er gut damit leben, sagt er. "In meinem Kopf ist ständig was los, gleichzeitig muss ich mich irgendwie beschäftigen und ich weiß nicht, wie ich das aufhalten oder verlangsamen kann. Aber das ist in Ordnung, weil ich weiß, wie ich es kontrollieren kann." Statt auf das Medikament Ritalin zurückzugreifen, nutzt Will.I.Am die Musik, um mit seiner Störung klarzukommen. "Für jedes Hindernis gibt es eine Lösung", sagt er. So versuche er, im Studio seine Schwächen in Stärken zu verwandeln.

"Mit ADHS fällt es dir schwer, aufmerksam zu bleiben und still zu sitzen; man muss ständig in Bewegung bleiben und denkt über viele verschiedene Dinge gleichzeitig nach. Aber diese Eigenschaften kommen mir im Studio und bei Meetings zugute. Ich habe erkannt, wo ich sie einsetzen kann." Durch die Musik schaffe es Will.I.Am, bei Verstand zu bleiben. "Wenn ich einen anderen Job machen müsste, dann ginge es mir furchtbar und ich würde nicht überleben", sagt er. "Musik ist meine Therapie und meine Zwangsjacke."

nw/Bang
Themen in diesem Artikel