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"Ich habe permanent Schmerzen" Helene Fischer und Vanessa Mai: Der harte Alltag der deutschen Schlagerköniginnen

Helene Fischer Vanessa Mai
Helene Fischer und Vanessa Mai füllen regelmäßig die größten Konzerthallen Deutschlands. 
© Picture Alliance
Helene Fischer und Vanessa Mai schwimmen seit Jahren auf der Erfolgswelle. Welche Auswirkungen ihre steilen Karrieren haben, offenbarten beide jetzt unabhängig voneinander. 

Sie füllen Stadien, begeistern Fans und haben den deutschen Schlager an die Spitze der Verkaufscharts gehievt. Doch ein Leben auf Tour und auf der Konzertbühne hat für Vanessa Mai und Helene Fischer auch negative Folgen. Das offenbarten die Musikerinnen jetzt. 

Vanessa Mai leidet unter Schmerzen

Anfang April war Vanessa Mai bei Proben gestürzt und verunglückt. Bilder zeigten die 26-Jährige damals zusammen mit Ärzten, die erste Hilfe leisteten und ihren Rücken untersuchten. Die Diagnose: Eine Rückenverletzung aufgrund von starker Belastung der Bandscheiben. "Schlimmstenfalls hätte die Verletzung die Bewegungsfähigkeit beeinträchtigen können", ließ das Management der Musikerin damals verlautbaren. 

"Der Unfall war ein Warnschuss und den nehme ich ernst", sagte Mai selber kurz nach dem Unfall bei einer Pressekonferenz. Heute kann die Schlagersängerin wieder Konzerte geben - doch ihr Unfall zieht immer noch Konsequenzen nach sich. "Ich habe wirklich permanent Schmerzen und darf eigentlich auf der Bühne nicht so ausflippen, wie ich es dann immer wieder mache", verriet sie der "Bild"-Zeitung jetzt. "Keiner weiß, ob wir das wieder hinbekommen. Die einen sagen 'nie wieder' - die anderen sagen 'bekommen wir wieder hin'." 

Das Problem: Mais Bühnenshows bestehen aus aufwendigen Choreografien und viel Action. Ähnlich wie bei Helene Fischer gehört das aufwendige Live-Programm zu ihrer Marke. Könnte sie sich nicht mehr so bewegen, wie sie es gewöhnt ist, müsste sie vermutlich ihr gesamtes Tour-Konzept überdenken. 

Helene Fischer spricht über die Einsamkeit

Auch Fischers Stadion-Tourneen sind mittlerweile legendär. Wie sie die Zeit direkt nach ihren Auftritten erlebt, offenbarte Fischer nun in der Morgensendung "Frühstück bei mir" des Radiosenders Ö3. "Man hat alles gegeben, die besten Stunden erlebt, da war ein Energieaustausch, den kann man gar nicht beschreiben. Um das zu verarbeiten, muss jeder seinen Weg finden", sagte sie im Gespräch. 

Und obwohl ihr das Publikum zujubelt und sie von Tänzern umgeben ist, bleibt Fischer am Ende doch auf sich gestellt. Sie habe gelernt, "die Einsamkeit zu akzeptieren, auch ein bisschen zu genießen", offenbarte die 33-Jährige. 

Helene Fischer: Tour-Pause 2019?

Wie wichtig eine Pause für den "Herzbeben"-Star ist, erzählte Fischer in der Sendung auch. "Wenn alles zu exzessiv wird und ich in diesem Tempo weitermache, befürchte ich selber, dass es zu viel wird, von daher muss ich schauen, dass sich alles in der Waage hält. Jetzt muss ich einmal dieses Jahr überleben - und dann nächstes Jahr ganz ohne Plan anzugehen, wäre die schönste Vorstellung für mich."

Noch im Februar hatte ein schwerer grippaler Infekt Fischer gezwungen, Konzerte abzusagen. Damals hatte sie sich - etwas philosophisch - auf Instagram an ihre Fans gewandt. "Glaubt mir, ich habe jegliche Form erlebt, die Gedanken imstande sind zu bilden", schrieb sie damals, und weiter: "Ich habe angefangen 'Zeit' infrage zu stellen."

Mai und Fischer gehören zweifelsohne zu den größten Stars der deutschen Gegenwart. Doch sie müssen aufpassen und die Signale ihrer Körper deuten - sonst könnten irgendwann weitere traurige Botschaften an die enttäuschten Fans folgen. 

Helene Fischer: Konzerthighlights von ihrer Arena-Tournee
ls

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